Folge Auto im Test auf Facebook:

BMW i3 – Zukunft oder Gegenwart?

Der BMW i3 ist das erste Elektroauto des bayrischen Automobilherstellers und wird in diesem Jahr voraussichtlich rund 10.000 Mal verkauft. Derzeit werden täglich etwa 100 Fahrzeuge im Leipziger Werk produziert, welche größtenteils in die USA verschifft werden, denn hier sei laut eigenen Angaben des Herstellers der größte Absatzmarkt des kleinen Elektroautos.

Mit seinem futuristischen Design sorgt der BMW i3 für Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, ob das Design den Nabel der Zeit trifft, lässt sich wohl erst in den nächsten Jahren feststellen – über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Mir persönlich gefällt die BMW i-Reihe eher weniger gut, insbesondere der Elektro-Kleinwagen erinnert mich an eine Mischung aus Teddybär und fahrendem Bauklotz. Nichtsdestotrotz ist der BMW i3 ein umweltfreundliches Elektroauto, dass einige Innovationen und Neuerungen zu bieten hat.

Das Exterieur-Design ist weniger sportlich als futuristisch.

Das Exterieur-Design ist weniger sportlich als futuristisch.

Bisher ist das Elektroauto allerdings nicht bei der breiten Masse angekommen. Zu teuer sind die Fahrzeuge, zu gering die Reichweite und zu groß die Probleme mit den Ladestationen. Ist der i3 vollständig geladen, kann dieser lediglich schlappe 160 Kilometer gefahren werden, ehe die nächste Ladestation aufgesucht werden muss. Im Wettbewerbsvergleich liegt der i3 damit auf einer Höhe mit dem VW e-up!, welcher hingegen 12.000 Euro günstiger ist. Der Tesla Model S spielt mit einer Reichweite von 390-500 Kilometern ohnehin in einer ganz anderen Liga.

Der BMW i3 überzeugt durch Innovationen und Umweltbewusstsein

Neben all der Kritik kann der BMW i3 dennoch mit seiner innovativen Technik überzeugen. Der Innenraum ist sehr futuristisch und übersichtlich gestaltet worden. Die Materialien sind wie bei BMW gewohnt hochwertig und erstklassig verarbeitet. Das Armaturenbrett und die Türen wurden jedoch mit einem filzartigen Material überzogen, wodurch ein gewisser Öko-Look entsteht – meinen Geschmack trifft das nicht.

Der Innenraum des BMW i3 überzeugt durch hochwertige Materialien.

Der Innenraum des BMW i3 überzeugt durch hochwertige Materialien.

Ansprechen möchte BMW damit sicherlich eine umweltbewusste Zielgruppe, denn immerhin punktet der i3 beim Umweltbewusstsein im Vergleich zu seiner Konkurrenz mit Verbrennungsmotor. Bedenkt man, dass bei der Gewinnung von Strom jedoch auch ein CO-Ausstoß entsteht, ist der Elektrowagen doch nicht hundertprozentig CO2-Neutral. So beträgt der indirekte CO2-Ausstoß des BMW i3 etwa 70 g/km. Doch es macht einfach Spaß mit einem geräuschlosen Fahrzeug durch die Stadt zu fahren. Das geschmeidige Beschleunigen liegt dem Elektro-Kleinwagen einfach im Blut. Das leichte Abbremsen zur Energierückgewinnung bei losgelassenem Gaspedal trübt den Fahrspaß leider wieder, so sind bei den ersten Fahrten Kopfschmerzen vorprogrammiert.

Der BMW i3 ist ein teures Elektrospielzeug

Der Einstiegspreis des BMW i3 beträgt satte 34.950 Euro und befindet sich mit dem neuen BMW 4er auf einem Preisniveau. Ganz unter dem Motto „Wenn schon, denn schon“ sollte der BMW i3 mit Range Extender für einen Aufpreis von 4.500 Euro ausgewählt werden. Dieses Modell vergrößert die Reichweite mit einem 2-Zylinder Benzinmotor auf ca. 300 Kilometer. Sollte also der Saft einmal ausgehen, kann mit Hilfe des Benzinmotors die nächste Ladestation erreicht werden.

Technische Daten des BMW i3

Modell BMW i3
Leistung 125 kW / 170 PS
Drehmoment 250 Nm
Beschleunigung von 0-100 km/h 7.2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 150 km/h
Reichweite (NEFZ) 190 km
Durch. Verbrauch 12,9 kWh/100 km
CO2 Emissionen 0 g/km
Basispreis 34.950 Euro