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Edeltuner 9ff baut 800 PS starken Porsche 911 (997)

Als ob es nicht schon unglaublich genug wäre ein 800 PS Monster zu erschaffen wurde bei diesem Projekt auch noch eine hervorragende Querdynamik erreicht. In „Speedgelb“ steht er vor uns. Der Name der Farbe ist Programm! Soviel verraten wir schon einmal. Doch wie kam es dazu? Kurze Zeitreise in das Jahr 2007:

Porsche Tuner speedART stellt seine sportliche Interpretation des Porsche 911 turbo der Baureihe 997 vor. Er hört auf den Namen Bi-turbo-Racer Extra Large“ (BTR-XL 600). Die 600? Natürlich die Anzahl der Pferde, die dieses Monster anschieben. 120 PS bietet diese Version mehr gegenüber dem Serienfahrzeug. Hierzu hat speedART andere Abgasturbolader verwendet, die Motronic-Steuerung neu programmiert, sowie eine spezielle Abgasanlage, mitsamt Rennsport-Katalysatoren und Fächerkrümmern installiert. Damit nicht genug. Aerodynamisch wurde der Wagen aufgerüstet durch eine sehr aggressive Frontschürze, Seitenschweller-Verkleidungen mit starkem Profil, einem Heckdiffusor und einem ausfahrbaren Heckflügelprofil. Ein technisch, wie ästhetisches Meisterwerk! Besonders durch eine schöne Silhouette konnte sich dieser Wagen bei seinen Bewunderern auszeichnen. Woher das kommt? Natürlich von den geschwungenen Seitenschwellern und dem Heckdeckel mit Flügel.
Als dann Porsche Enthusiast Jörg O. das gute Stück erwarb und den Wunsch verspürte ihn noch exklusiver zu gestalten als er ohnehin schon ist. Dabei geriet er dann an Porschetuner 9ff.

Diese nahmen sich dann zuerst das Triebwerk vor. Umgerüstet wurde auf kugelgelagerte und wassergekühlte Garret-Turbolader des Typs „GTX3080R“. Optimierte Ladeluftkühler, Ansaugrohre mir vergrößerten Querschnitten, größere Einspritzdüsen von Siemens, NGK-Zündraketen aus dem Rennsport, sogar mit 9ff spezifischem Sonderwärmewert. Hinzu kommen ein BMC-Luftfiltersatz und eine elektronische Ladedruckregelung mit zwei vorgegebenen Programmstufen, die vom Cockpit aus per Knopfdruck gewählt werden können: 650 PS oder die vollen 800 PS. Was für eine Auswahl! Da lacht das Herz eines jeden Sportwagen begeisterten. Die Sicherheit wurde dementsprechend natürlich auch mit variierten Pläueln und geschmiedeten Aluminiumkolben verstärkt. Durch die Verwendung von belastbaren Steuerketten, die einer höheren Drehzahl standhalten können, wurde das Kurbelgehäuse zusätzlich verstärkt. Maximal 7.400 Kurbelwellen-Umdrehungen in der Minute sind so möglich. Maximal 950 Newtonmeter Drehmoment werden bereitgestellt.

Natürlich musste auch das Getriebe angepasst werden. Eine Rennsport-Kupplung mit organischem Belag erhielt aus Haltbarkeitsgründen den Vorzug gegenüber der automatisierten Kupplung. Der Wagen rast in nur 3,1 Sekunden von 0 auf 100- natürlich nur, wenn der Fahrer schnell genug den langen Hebel, der aus der Karbon-Mittelkonsole herausragt bedienen kann. Wenn der 9ff Porsche erst mal richtig dabei ist, ist er nicht mehr aufzuhalten. Mit einer zerstörerischen Kraft katapultiert er sich in weiteren 4,8 Sekunden auf 200 km/h. Die 300er Grenze wird nach noch mal 9,3 Sekunden überschritten. Bei Spitzentempo 335km/h setzt der Drehzahlbegrenzer dem aggressiven Vorwärtsdrang ein Ende. Natürlich wurde das Thema Leichtgewichtsbau bei diesem Projekt von 9ff auch groß geschrieben. Klimaautomatik, Rücksitzanlage, Dämm-Materialien und Teppiche flogen raus aus dem 911er. Statt den 1.585 kg im Serienzustand wiegt der neue Supersportler nur noch 1.400 kg.

Es ist außer Frage: Dieses ist ein absolutes Traumauto. Kaum ein Fahrzeug begeistert Sportwagen-Fans so sehr wie dieser von 9ff veredelte Porsche 911 turbo der Baureihe 997. Der TR-80, wie es auf dem Heck steht. Trotzdem hat Jörg O. noch vor zukünftig weiteres Feintuning in Optik, als auch Leistung zu betreiben. Ein Wahnsinns Porsche, der sein Limit noch nicht erreicht hat.