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Große Ziele der Bundesregierung

Die Spritpreise klettern auf Rekordhöhe und das Umweltbewusstsein der Bevölkerung steigt. Die Verbrennungsmotoren sind Vergangenheit- soviel ist sicher. Doch was wird sich am Markt durchsezten? Die reinen Elektroautos, oder doch die Hybrid-Fahrzeuge?

Die Bundesregierung hat jedenfalls ambitionierte Ziele für die kommenden Jahre. Die Kanzlerin gab zu, dass es noch einige Hürden zu bewältigen gäbe, das Ziel von einer Milionen E-Autos in 2020 auf den deutschen Straßen zwar schwer zu erreichen, jedoch nicht unmöglich sei. Somit ist es an den Ingenieuren, Lösungen für die bislang noch vorhandenen technologischen Schwierigkeiten zu finden. Einem Papier aus dem Bundesforschungsminesterium zufolge, werden diese hohen Ziele jedoch relativiert. Es ginge viel mehr darum, dass die entwickelten Technologien nicht nur für reine E-Mobile zu verwenden sind, sondern auch für Hybrid-Fahrzeugen und Verbrennungsmotoren ausschlaggebend sind. Henning Kagermann, Leiter der Nationalen Plattform Elektromobilität, erklärte uns, dass bei dieser Zielmarke von einer Million auch Hybrid-Autos mit einzubeziehen sind. Kanzlerin Merkel wehrte sich gegen den Eindruck, die Bundesregierung würde alle Autos mit der kleinsten E-Komponente in die Elektromobilitäts-Bilanz mit einbeziehen. „Nur Autos, die mehrheitlich mit Batterie betrieben würden seien mit einzubeziehen“.

Die Automobilindustrie reagiert und kündigt 15 Modelle bis Ende 2014 an. Die meisten dieser Fahrzeuge sind Hybrid-Autos. Da man jedoch noch nicht weiß, was sich am Markt durchsetzten wird, müssen ebenfalls reine Elektro-Autos angeboten werden.

Nichtsdesto trotz ist beim derzeitigen Forschungsstadn im Bereich der Batterietechnik in den folgenden Jahren nicht mit Innovationssprüngen zu rechnen, was eine Abkehr vom reinen E-Mobil zur Folge hat. Die modernen Batterien können lediglich eine Reichweite von 160 km sicherstellen, was einen Verzicht auf einen zusätzlichen Verbrennungsmotor schwierig macht. Außerdem sollen die Fahrzeuge im Rahmen der Energiewende mit regenerativen Energien gespeist werden. Allerdings fehlt auch hier die nötige Technik, um überschüssige Energie aus Wind, Sonne und Wasser in den Autobatterien zu speichern. Der Trend unter den Automobilbauern geht also eindeutig zum Hybrid-Fahrzeug. Die Forschung soll in diesem Bereich jedoch weiterhin angeschoben werden. So sollen bis 2013 eine Milliarde Euro in die Batterietechnik fließen.