Folge Auto im Test auf Facebook:

Keine Kaufprämie für E-Autos

Die Franzosen haben es vorgemacht: Der Staat subventioniert den Kauf eines Elektroautos mit 7000 Euro und den Kauf eines Hybrid-Fahrzeugs mit 4000 Euro. Das sind sicherlich nette Summen, die einen jeden französischen E- und Hybrid-Käufer freuen. Nichts desto trotz konnten sich auch in Frankreich die Autos mit Elektroantrieb nicht durchsetzen.

Hierzulande ist auch eine große Diskussion um die Kaufprämie ausgebrochen. Im Vorfeld zum Spitzentreffen von Politik, Industrie und Wissenschaft kam nun die Absage für die Kaufprämie. Man will nicht durch Subventionen sich ein Marktdesign kaufen und den Markt künstlich regulieren. Außerdem zeigen die Erfahrungen aus Frankreich, dass die niedrigen Verkäufe nicht durch eine Kaufprämie behoben werden können. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bekräftigte, dass man in Deutschland aus den Erfahrungen der anderen Länder lernen sollte und nicht einfach bedenkenlos Geld in die Hand nehmen sollte. Zu Recht! Der deutsche Verbraucher würde sich sicherlich über die Subventionen freuen, die Gründe für seine kaufzurückhaltung sind jedoch andere. Er stellt ganz einfache Fragen: Wie leistungsfähig sind die Batterien? Wie wird es mit dem Ausbau des Netzes von Stromtankstellen weitergehen? Will ich ein reines Stadtauto?

Es müssen also auf diese Fragen Antworten von Seiten der Industrie und Politik her! Somit bringt eine E-Prämie alleine nichts. Steuerlich sollen dem E-Fahrer jedoch definitiv Vorteile verschafft werden. Gesetze zur Kfz-Steuerbefreiung von E-Autos und zu Vorteilen für Dienstwagen sollen noch in diesem Jahr verabschiedet werden, so die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die reinen E-Fahrzeuge haben vor allem in den Ballungszentren eine Zukunft. Aufgrund der vielen ungelösten Probleme wird die Industrie in den folgenden Jahren jedoch auch in andere Antriebsarten wie Hybrid- und Verbrennungsmotoren investieren um diese weiter zu entwickeln.