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Wegen schlechtem Auslandsgeschäft Kurzarbeit bei Opel

Die Verantwortlichen bei Opel gaben bekannt, mit dem Betriebsrat der IG Metall über Kurzarbeit und Arbeitskürzungen in den Werken Rüsselsheim und Kaiserslautern zu verhandeln. Dies ist eine Reaktion auf den Nachfrageeinbruch der insbesondere in Europa zu beobachten ist, so ein Unternehmenssprecher am Donnerstag.

Im Rüsselsheimer Werk sind 13.000 Mitarbeiter beschäftigt, in Kaiserlautern 2.500 Mitarbeiter. Opel hat schwer zu kämpfen mit der Absatzkrise in Europa. So hat die General Motors Tochter im zweiten Quartal 361 Millionen Euro minus zu verzeichnen. Weiterhin erklärte uns der Sprecher, dass für das Mittelklasse Model Insignia, welches in Rüsselsheim gefertigt wird, der Südeuropäische Markt besonders wichtig sei. Da in diesen Regionen jedoch keine schnelle Besserung zu erwarten ist, sei die Kurzarbeit eine Option um auf diese Situation zu reagieren. Bereits in Kürze ist eine Entscheidung zu erwarten und die Verhandlungen mit der IG Metall werden zu klaren Ergebnissen führen.

Des weiteren verhandeln Opel und Peugeot über einen engen Produktionsverbund. So stet eine gemeinsame Mittelklasse Limousine auf dem Plan, die voraussichtlich bei General Motors in Detroit konstruiert werden soll. Opel hat es wie viele andere Traditionsautomarken nicht leicht dieser Tage. Sie wird seit Jahren saniert, Debatten über Werksschließungen (insbesondere das Werk in Bochum ist betroffen) kommen immer wieder auf. Aufgrund einer guten Auslastung des Werks, ist Kurzarbeit für dieses Werk jedoch kein Thema.