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Der Dauertest: Kann der Opel Meriva B im Alltag überzeugen?

Im TÜV-Report 2014 der AUTO BILD hieß der Sieger bei den zwei- bis dreijährigen Fahrzeugen überraschenderweise: Opel Meriva B. Doch wie schlägt sich der Kompaktvan, wenn er länger gefahren wird? Welche Vor- und Nachteile hat er im Alltag und was passiert, wenn er einmal mehr als 100.000 Kilometer auf dem Tacho hat? Der Opel Mervia musste sich einem strengen Dauertest unterziehen. Hier folgen nun die Ergebnisse.

TÜV-Sieger oder Durchhänger?

An ein Auto mit dem TÜV-Sieg mögen die Erwartungen zwar hoch gesteckt sein, doch wirklich überzeugen konnte der Opel Meriva B alles in allem nicht. Das „Reiseauto“ ist weit weniger ausdauernd als es auf den ersten Blick zu vermuten war. Wichtige Bauteile weisen einen hohen Verschleiß auf und der Komfort beschränkt sich eher auf zwei bis drei Personen als auf eine ganze Familie. Das als komfortables Auto mit flexiblen Sitzen und guten Einstellmöglichkeiten bekannt gewordene Fahrzeug musste sich im Dauertest den Beanspruchungen beugen. Die Gesamtbewertung fällt entsprechend durchschnittlich aus. Doch wo liegt das größte Manko des Opel Meriva B?

Im Verbrauch kann der Opel Meriva B nicht überzeugen

Mit der Herstellerangabe von 5,4 Litern pro 100 Kilometer hat Opel sein neues Meriva Modell wohl deutlich unterschätzt. Klar ist, dass es sich um ein Fahrzeug handelt, das auf Langstrecken ausgelegt ist und in der Stadt eher behäbig und klobig wirkt. Doch nicht nur das, der Motor ist laut, in kaltem Zustand sogar unangenehm laut, und pendelt sich erst ab mindestens 140 km/h ein. Das wirkt sich nachteilig auf den Fahrkomfort aus, was mittlerweile auch Opel begriffen hat. Deshalb ist das neue Meriva-Modell auf dem Markt mit einem 1,6-Liter-Diesel-Motor ausgestattet.

Die FlexDoors enttäuschten

Das FlexDoor-Konzept von Opel wurde als eine der ausschlaggebenden Innovationen des Meriva gefeiert. Doch im Langzeittest können diese leider nicht überzeugen. Für eine Familie mit Kindern fällt die Öffnung laut Verbraucherangaben zu klein aus. Das Montieren eines Kindersitzes gestaltet sich schwierig und umständlich. Ein weiterer Punkt, der gegen den Opel Meriva als Familienwagen spricht.

Opel Meriva Flexdoors

Hinzu kommt ein für die Fahrzeuggröße mangelhaft kleiner Kofferraum. Wer mit Kindern und Gepäck auf eine Reise gehen möchte, der vor erheblichen Platzproblemen stehen. Zwar kann der Kofferraum variabel zwischen 400 und 1500 Litern Fassungsvermögen verstellt werden, mit einem Kinderwagen jedoch ist ein Großteil davon bereits gefüllt.

Familienwagen oder Reiseauto?

Alles in allem ist der Opel Meriva für Vielreisende und Fahrradfans immer noch eine gute Alternative, für eine Familie mit Kindern jedoch ist er nicht ohne weiteres zu empfehlen. Leider kann er die Ergebnisse des TÜV-Tests im Dauertest nicht mehr wiederholen. Jedoch waren die Mängel und der Verschleiß eher an den zusätzlichen Gadgets auffallend, während sich die Grundfunktionen des Wagens stabil und zuverlässig präsentieren. Wer mit seinem Partner und ein bis zwei Freunden gerne einmal länger unterwegs ist und auf Reisen geht oder viel Gepäck transportieren muss, der ist bei entsprechendem Ausbau der Rücksitze mit dem Opel Meriva B gut beraten.

Worauf kommt es bei einem Reiseauto noch an?

Wichtig ist die richtige KFZ-Versicherung. Denn vor allem, wenn es ins Ausland geht und du eventuell im Schadensfall einen Ersatzwagen benötigst, gibt es zwischen den verschiedenen Anbietern große Unterschiede. Wichtig ist zum Beispiel eine stets besetzte Schadenshotline, damit du auch nachts oder an Sonn- und Feiertagen immer einen Ansprechpartner hast. Informiere dich über den für dich passendsten Anbieter, seine Schadenfreiheitsrabatte und Tarife sowie Konditionen im In- und Ausland. Nur so kannst du beruhigt mit Ihrem Reiseauto ins Ausland aufbrechen und dich auf eine gute Versicherung verlassen. Ob du dich dann für den Opel Meriva B oder einen anderen Van entscheiden, bleibt am Ende deine persönliche Entscheidung.