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Autokredit: Wie viel Prozent sind tatsächlich möglich?

Sparern ist der niedrige Leitzins ein Dorn im Auge, doch im Gegenzug sind Kredite so günstig geworden, dass Sparen oftmals gar nicht mehr nötig ist. Dies zeigt sich besonders stark bei den Autokäufen, wo die Finanzierung inzwischen Gang und Gäbe ist.

Angebote nüchtern durchrechnen und Zinsen sparen

Die Notwendigkeit eines Autokredits hängt nicht nur vom Zinsniveau ab, sondern auch von der Preisklasse des Fahrzeugs. Denn je nach Modell bietet sich ein Kredit förmlich an. Premium-Fahrzeuge wie der neue Audi Q7 beginnen bei über 50.000 Euro in der Basisausstattung; selbst bei höheren Sparzinsen ließe sich ein solcher Betrag nicht allzu schnell ansparen, sodass der Autokredit eine logische Option ist.

Es ist also nicht ganz richtig, dass Autokredite erst seit der Zinsflaute weit verbreitet sind. Das waren sie auch schon vorher, der Unterschied ist nun allerdings, dass die Kredite wesentlich günstiger geworden sind. Die Entscheidung pro Autofinanzierung wird damit in eine klare Richtung gelenkt; ein weiterer Grund dafür ist die Transparenz, die auf Vergleichsportalen wie Smava anschaulich dargestellt wird. Heutzutage ist es einfacher denn je, mit wenig Aufwand alle erhältlichen Angebote übersichtlich angezeigt zu bekommen. Das wesentliche Kriterium dabei ist natürlich der effektive Jahreszins. Dieser wiederum hängt von der Höhe des Kreditbetrages sowie von der Laufzeit ab.

  • Offiziell wird mit einem Zinssatz von lediglich 0,99 Prozent geworben, doch dieses Angebot bezieht sich auf kleine Kredite im Bereich von 1.500 Euro.
  • Wer beispielsweise ein Auto für etwa 10.000 Euro kaufen möchte, der landet bei Kreditzinsen von 2,49 Prozent. Auch das ist verglichen mit früher immer noch sehr günstig (bei einer Rückzahlung über 36 Monate bedeutet das eine Monatsrate von 288 Euro).

Auch bei deutlich höheren Beträgen, beispielsweise bei 25.000 oder 40.000 Euro, sind die rund 2,5 Prozent erhältlich. Dieser Wert kann also zur groben Orientierung dienen; Abweichungen sind speziell bei individuellen Angeboten, wie sie ebenfalls online zu finden sind, möglich.

Laufzeit als zweiter wichtiger Faktor

Interessant ist auch, dass nicht nur die Höhe des Kredits den Zinssatz beeinflusst. Mindestens ebenso wichtig ist die Laufzeit. Dabei fällt auf, dass es keinen Unterschied macht, ob die Tilgung auf 24, 36 oder 84 Monate festgelegt wird – der angebotene Jahreszins bleibt stets gleich. Erst ab 96 Monaten steigt der Zinssatz stark an. Es lohnt sich also, eine möglichst schnelle Rückzahlung anzustreben und immer unterhalb der kritischen Grenze zu bleiben, doch das gilt auch unabhängig vom Zins generell bei jeder Art von Kredit.

Bild: © istock.com/dolgachov