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Das ADAC Fahrsicherheitstraining Intensiv

Die Auto im Test Redaktion war mit drei Fahrzeugen im ADAC Fahrsicherheitszentrum in Lüneburg. Das FSZ Lüneburg ist Norddeutschlands größtes und modernstes ADAC Fahrsicherheits-Zentrum und bietet unteranderem eine kleine Rennstrecke, ein Offroad-Terrain und das Fahrsicherheitsgelände mit vielen verschiedenen interessanten Modulen.

Nachdem wir schon einmal mit dem Range Rover Team von Hugo Pfohe das Offroad Terrain ausgiebig getestet hatten, wollten wir dieses mal das Fahrsicherheitstraining „PKW intensiv“ genauer unter die Lupe nehmen. Diesmal hatten wir einen Jaguar F-Type S / V8 Cabrio, einen Porsche 911 / 996 4S und einem VW Golf 5 im Petto.

ADAC Fahrsicherheitstraining bei Auto im Test

Los ging es mit einer Einführung des Instruktors, der sich nach unseren persönlichen Erfahrungen mit gefährlichen Situationen im Straßenverkehr erkundigte und anschließend unsere Wünsche für das Training aufnahm. Nachdem sich alle 12 Teilnehmer vorgestellt hatten und von ihren Wünschen und Erfahrungen berichteten, bekamen diese jeweils ein Walki-Talki und schon konnte es losgehen.

ADAC Fahrsicherheitstraining

Als erste Aufgabe stand richtiges Bremsen auf dem Lehrplan. So musste auf verschiedenen Bodenbelegen eine Vollbremsung von 50km/h bzw. 70km/h bis zum Stillstand durchgeführt werden. Die Belege reichten von normalem griffigen Asphalt bis hin zu nassem Epoxidharz, welches ähnliche Eigenschaften wie eine komplett vereiste Straße aufweist. Hier wurde schon deutlich, wie extrem das ABS unserer Fahrzeuge arbeiten muss.

Danach gingen wir zum Slalomkurs über. Dieser musste in engen Linien bei Tempo 30-60 km/h durchfahren werden, ohne dabei die Hütchen umzufahren. Die Geschwindigkeit konnte je nach Teilnehmer und Fahrzeug angepasst werden. Wie zu erwarten, konnten bei dieser Disziplin insbesondere der Jaguar F-Type S und Porsche 911 4S glänzen.

ADAC Fahrsicherheitstraining

Doch neben den Fahrzeugeigenschaften und den Kenntnissen des Fahrers, seien laut des Instruktors die richtige Blickführung und die richtige Lenkung die wichtigsten Aspekte des Slalomparcour:

  • Blickführung: Es muss vorausschauend gefahren werden, so sollte nicht nur das nächste Hütchen anvisiert werden, sondern auch die Strecke zum folgenden Hütchen.
  • Lenkung: Bei der Lenkung ist wichtig, dass das Lenkrand nicht umgriffen wird. Beide Hände gehören auf die gleiche mittige Höhe am Lenrkad.

Die nächste Etappe war die Kreisbahn, auf welche das Kurvenfahren mit entsprechenden Fliehkräften simuliert wird. Auch hier wurde der Bodenbelag mit Epoxidharz ausgestattet, sodass unser Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) hart eingreifen musste. Im Anschluss konnte jeder Teilnehmer einige Runden ohne ESP fahren – dabei wurde natürlich gedriftet was das Zeug hält und die Reifen zum qualmen gebracht. Insbesondere der 495 PS starke Jaguar F-Type S und der Porsche 911 4S hatten ordentlich Spaß.

ADAC Fahrsicherheitstraining

Nach dem kräftezehrenden Driften fuhr unser Team erst einmal zum geländeeigenen Restaurant, wo ein leckeres Mittagsmenü serviert wurde. Gestärkt konnten wir uns zur nächsten Disziplin begeben: Das Ausbrechen der Hinterachse. Dies wird durch eine Platte simuliert, welche das Heck kurzerhand wegreißt und das Fahrzeug auf die Epoxidharzplatte schleudert. Hier gilt es das Fahrzeug schnell mit und gezielten Lenkbewegungen einzufangen. Nach einiger Zeit und vielen 360 Grad Drehungen hatten wir den Dreh raus und könnten das Fahrzeug gezielt abfangen.

Als letzte Disziplin stand ein Hindernisparcour auf dem Lehrplan. Auf gerader Strecke bei Tempo 70 musste verschieden Wasserhindernissen, welche plötzlich aus den Boden schossen, ausgewichen werden. Keine einfach Aufgabe, aber dennoch machbar, so konnten wir die Geschwindigkeit bei dieser Übung auf bis zu 140 km/h erhöhen.

ADAC Fahrsicherheitstraining

Alle Informationen zum ADAC Kurs

Das ADAC Fahrsicherheitstraning „PKW intensiv“ ist nicht günstig, macht aber einen Heidenspaß. Preislich wird der Kurs ab 155 Euro für ADAC Mitglieder und ab 165 Euro für Nicht-Mitglieder angeboten. Zusätzlich kann eine Versicherung für 15 Euro und das Mittagessen für 12 Euro dazu gebucht werden. Das Fahrsicherheitstraining trägt das DVR-Gütesiegel und ist durch Berufsgenossenschaften (BG) bezuschussbar.

  • Voraussetzung: Gültige Fahrerlaubnis
  • Dauer: ca. 8 Stunden
  • Teilnehmer: max. 12 Personen

Unser Fazit

Wir hatten sehr viel Spaß bei dem Fahrsicherheitstraining und konnten auch viele sicherheitsrelevante Aspekte unserer Fahrzeuge kennenlernen. Egal ob jung oder alt, das Training ist für Jedermann zu empfehlen.