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Digitale Rettungskarte

Nachdem das Gesetzes zum 1. Februar 2013 hin geändert wurde, dürfen nun Rettungskräfte auf die Datenbank des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) zugreifen und erhalten digitale Rettungsdatenblätter auf ihre Endgeräte. Trotzdem sollten Sie eine Karte in Ihrem Fahrzeug haben. Am Unfallort angekommen, übermitteln die Rettungskräfte die amtlichen Kennzeichen der Unfallfahrzeuge an die Rettungsleitstelle. Die Anfrage beim KBA wird dann von dort, mit Hilfe der Software „SilverDAT-FRS“ eingeleitet. Nachdem das Fahrzeugmodell identifiziert wurde, erscheint das entsprechende Rettungsdatenblatt auf den Monitoren in der Leitstelle und kann von dort entweder direkt oder per Datenblatt-ID an den Einsatzort übermittelt werden.

Diese Informationen liefert die Rettungskarte. Die DAT-Software enthält Datensätze für über 1100 Fahrzeugmodellen. Persönliche Daten zum Fahrzeughalter werden jedoch nicht übermittelt. Zu Bergungszwecken stellt das Rettungsdatenblatt den Einsatzkräften fahrzeugspezifische Informationen zur Verfügung. Sogar grafische Veranschaulichungen gibt es bei Tanks, Batterien, Airbags, Gurtstraffer, Strukturversteifungen und bei Hochvoltbauteile elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Der Preis für diesen Service beträgt für die beim Landkreis angesiedelten Rettungsleitstellen 72 Euro pro Jahr, außerdem ist eine Registrierung der Leitstelle beim KBA erforderlich. Eine günstigere Lösung kostet 58 Euro jährlich, die ist auch für alle Feuerwehren verfügbar, allerdings gibt es hier die Kennzeichenabfrage nicht. Es ist eine digitale Kartei der Rettungsdatenblätter.

Die Auto im Test Redaktion emphielt, eine Rettungskarte im Fahrzeug mitzuführen und diese kenntlich zu machen, da bisher noch nicht vorauszusehen ist, ob sich alle Landkreise und die Freiwilligen Feuerwehren für die jährliche Investition entscheiden.