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Kfz-Versicherung: Hierauf solltest du achten

Die Kfz-Versicherung begleitet uns Autofahrer jeher, dabei ist es immer wichtig genau über die eigene Versicherung informiert zu sein. Wir möchten euch heute einige Tipps und Informationen für einen guten Schutz sowie für das Sparpotenzial bei einen neuen Versicherung geben.

Der Unterschied zwischen Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko

Zunächst stellt sich die Frage: Welche Unterschiede haben die verschiedenen Versicherungsarten und welche Versicherung sollte unbedingt abgeschlossen werden?

Die Haftpflichtversicherung

Um in Deutschland ein Fahrzeug zulassen und am öffentlichen Verkehr teilnehmen zu dürfen, ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Mit dieser Versicherungsart werden Schäden, die der Versicherte anderen Fahrzeugen oder Verkehrsteilnehmer zufügt, finanziell abgesichert. Ohne diese Versicherung ist es gar nicht erst möglich ein Fahrzeug zuzulassen.

Der Gesetzgeber hat in § 6 des Gesetzes über die Pflichtversicherung für Kraftfahrzeughalter (PflVG) geregelt, dass das Fahren auf öffentlichen Wegen und Plätzen ohne Haftpflichtversicherungsvertrag verboten ist und mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe geahndet wird.

Die Teilkasko- und Vollkaskoversicherung

Im Gegensatz zur Haftpflichtversicherung deckt die Kaskoversicherung Schäden am eigenen Fahrzeug ab. Diese Versicherungsart ist nicht gesetzlich vorgeschrieben und kann freiwillig abgeschlossen werden. Je nach dem Wert deines Fahrzeuges empfehlen wir jedoch dringend eine Kaskoversicherung abzuschließen.

Bei der Kaskoversicherung wird zwischen Teilkasko und Vollkasko unterschieden. Die Kfz-Teilkaskoversicherung springt bei den folgenden Schäden an deinem Fahrzeug ein:

  • Schäden durch Brand und Explosion
  • Schäden durch Unwetter (Sturm, Hagel und Blitzschlag)
  • Schäden durch Kurzschluss
  • Diebstahl und Einbruchdiebstahl
  • Schäden durch Wild
  • Schäden durch Marderbiss

Die Vollkaskoversicherung greift darüberhinaus auch bei eigenverschuldeten Schäden und Vandalismus. In jedem Fall solltest du auf die Höhe der Selbstbeteiligung je Schaden achten. Solltest du unterschiedliche Schäden verursachen, die nicht im Zusammenhang mit einander stehen, wird die Versicherung die Selbstbeteiligung pro Schaden fordern und nicht einmalig pro Schadenmeldung.

Zur Info: Eine genaue Leistungsbeschreibung deiner Versicherung findest du im Versicherungsvertrag deines Anbieters.

Der Schadenfreiheitsrabatt

Die sogenannte Schadenfreiheitsklasse stuft den Versicherten in einen bestimmten Versicherungstarif ein. Mit jedem Jahr ohne gemeldeten Schaden steigt die Schadenfreiheitsklasse des Versicherten und damit auch der Rabatt auf den Versicherungsbeitrag. Je nach Versicherungsanbieter gibt es von der Malusklasse bis hin zur maximalen SF35-Klasse circa 35 bis 40 Schadenfreiheitsklassen. Die beste Klasse wird nach 35 schadenfreien Jahren erreicht und bedeutet einen Beitragssatz von 20 bis 25%. Eine Tabelle der verschiedenen Klassen findest du hier.

Wird der Versicherung ein Schaden gemeldet wird der Versicherte eine Schadenfreiheitsklasse herab gestuft, sodass auch der Schadenfreiheitsrabatt sinkt. Mit einem Rabattschutz kann die Herabstufung verhindert werden. Hierfür wird in der Regel jedoch ein Aufschlag auf die Versicherungsprämie verlangt. Bei einem Unfall ist es empfehlenswert durchzurechnen, ob ein Schaden nicht selbstbeglichen werden kann, ohne das die Versicherung einspringen muss, denn neben der Selbstbeteiligung sollte auch die Erhöhung des Beitrages beachtet werden.

Sparen bei der Versicherung des Zweitwagen

Nicht nur der Schadenfreiheitsrabatt birgt Sparpotenzial bei der Autoversicherung, auch bei einem Zweitwagen kann gespart werden. Immerhin gehört der Zweitwagen fast schon zum Standard in Deutschland. Beim Abschluss einer Kfz Versicherung für den Zweitwagen gibt es besondere Angebote, so kann bei einigen Versicherungen, wie bei der Directline, die Schadenfreiheitsklasse des ersten Fahrzeuges übernommen werden. Dies gilt auch, wenn das Erstfahrzeug bei einem anderen Versicherer versichert ist.

Unser Tipp: Auch ein Motorrad gilt als Zweitwagen.

Die Wechselfrist der Kfz-Versicherung

Durch einen Wechsel der Kfz-Versicherung lassen sich in der Regel die Beiträge senken sowie die Leistungen der Versicherung verbessern. Der Stichtag für eine Kündigung der Kfz Versicherung ist der 30. November des jeweiligen Kalenderjahres. Hierbei gilt es jedoch die Frist von drei Monaten einzuhalten. In einigen Verträgen können individuelle Absprachen getroffen werden, sodass ein anderer Stichtag sowie eine andere Frist gilt. Vor der schriftlichen Kündigung solltest du demnach deine Vertragsunterlagen im Detail durchgehen.

Das Sonderkündigungsrecht bei der Kfz-Versicherung

Neben der regulären Kündigung zum Vertragsende kann in einigen Situationen auch ein Sonderkündigungsrecht genutzt werden. Das Recht der außerordentlichen Kündigung ist klar definiert und tritt in folgenden Situationen ein:

  1. Beitragserhöhung
  2. Nach einem Schaden (Beide Vertragsparteien haben ein Sonderkündigungsrecht)
  3. Fahrzeugwechsel
  4. Abmeldung, Stilllegung oder Verkauf

Achtung: Die Frist bei einer außerordentlichen Kündigung beträgt einen Monat. Die Frist bei einer Beitragserhöhung durch die Versicherung beginnt demnach nach Bekanntgabe der Beitragserhöhung und endet zum gleichen Tag im nächsten Monat.