Folge Auto im Test auf Facebook:

Vorsicht beim Gebrauchtwagenkauf – Betrüger unterwegs

Längst sind es nicht mehr nur jene, die ein Gebrauchtfahrzeug mit manipuliertem Tacho verkaufen Unfallschäden verschweigen, um den Preis in die Höhe zu treiben oder mit einer gefälschten TÜV-Plakette aufwarten. Die modernen Betrüger denken sich immer wieder neue Tricks aus, um die Käufer hinters Licht zu führen. Oftmals mit gravierenden Folgen für allzu leichtgläubige Kunden. Schnell sind sensible Daten (Kontodaten, etc.) preisgegeben oder ein hoher Bargeldbetrag wechselt betrügerisch den Besitzer. Hier nun einige Tipps und Tricks, wie man sich gegen die Machenschaften der Täter schützen kann.

Täter werden immer kreativer

Die Gefahr, beim Kauf oder Verkauf eines Gebrauchtwagens Opfer eines Betrugs zu werden, ist beim Online Handel als auch bei Privatkauf gleichermaßen vorhanden. Doch mit der gebotenen Achtsamkeit und normaler Lebenserfahrung wird man den Betrügern nicht auf dem Leim gehen, auch wenn diese immer kreativer werden. In jedem Fall sollte die Seriosität der Verkäufer, so gut es überhaupt geht, geprüft werden. Wer sich auf einer Online Plattform wie exemplarisch auf der Gebrauchtwagenbörse mobile.de nach einem passenden Gefährt umsieht oder sein Fahrzeug dort zum Verkauf einstellen will, kann zumindest davon überzeugt sein, dass es sich hierbei um eine seriöse Seite handelt. In diesem Zusammenhang ist in einem Online Beitrag auf welt.de nachzulesen, dass solch große Marktplätze wie mobile ein mehrstufiges Sicherheitssystem eingebaut haben, um Käufern und Verkäufern ein möglichst sicheres Forum zu bieten.

Doch Betrüger nutzen auch solche Websites, um sich an ihren Opfern zu bereichern. Sie nutzen die alltäglichen Lebensumstände der Menschen und auch ihre Offenheit bei der Beantwortung sensibler Fragen. Facebook lässt grüßen. Alle reden von Datenschutz, doch in den Sozialen Medien scheint dieses überhaupt keine besondere Rolle zu spielen.

Schutz gegen falsche Schecks

Gerade erst hat man seinen Pkw online zum Verkauf angeboten, schon scheint der erste Kunde zugreifen zu wollen. Per Mail, die vorrangig von dubiosen Bietern aus dem Ausland eingehen, wird zunächst Small Talk gemacht. Im weiteren Verlauf wird dann ein Verrechnungsscheck avisiert, der dann auch tatsächlich per Post eingeht. Ein Blick darauf – der Betrag übersteigt den vereinbarten Kaufpreis um ein Vielfaches. Der Absender fordert den Anbieter nun auf, den Scheck bei der Bank einzureichen, um sich von dessen Echtheit zu überzeugen. Entdeckt das Geldinstitut die Fälschung nicht, wird die Summe zunächst einmal dem Konto gutgeschrieben. In einer nächsten Mail werden weitere Details genannt. Zumeist wird nunmehr der Verkäufer aufgefordert, die Überbezahlung auf dem Scheck an eine vermeintliche Spedition zu überweisen, die dann für die Verschiffung in ein anderes Land sorgt. Die Anweisung soll zumeist über Western Union oder Moneygram erfolgen – die Empfänger sind dadurch so gut wie nie zu belangen. In keinem Fall überweisen, denn der Scheck platzt kurz danach und die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den angeblichen Kosten zahlt man aus eigener Tasche. Nicht selten beträgt diese mehrere tausend Euro. In diesem Fall spricht man von Taten der so genannten Nigeria Connection.

Die Masche mit der Angst der Verkäufer

Insbesondere gängige Modelle und Fahrzeugtypen lassen gut verkaufen. Auch wenn diese eine hohe Laufleistung und ein gewisses Alter aufweisen. Ein Käufer ist schnell gefunden und er überweist den vereinbarten Kaufbetrag. Doch kurz darauf meldet sich ein Bekannter des Käufers und gibt an, das Fahrzeug hätte bereits nach kurzer Zeit erhebliche Mängel gezeigt, deren Behebung nun der Käufer getragen hatte. Dem Verkäufer wird nun suggeriert, er sei ein Betrüger, da er mangelnde Sorgfaltspflichten habe walten gelassen. Er solle die Reparaturkosten an den Käufer erstatten. Die Realität: Das Fahrzeug ist vollkommen okay. Die Angst, als Betrüger zu gelten, veranlasst viele Menschen, die angeblichen Kosten zu erstatten. Was ist jedoch zu tun?

  • Keinesfalls zahlen und niemals einschüchtern lassen
  • Sämtlicher Schriftverkehr ist aufzubewahren (Mails, Kaufvertrag, etc.)
  • Rechtliche Hilfe über Automobilclubs in Anspruch nehmen
  • Kontaktaufnahme mit dem tatsächlichen Käufer
  • Strafanzeige wegen Betrugs erstatten

Im Übrigen ist es von essentieller Bedeutung, weder via Telefon, E-Mail oder Schriftverkehr sensible Daten an vermeintliche Interessenten zu übermitteln. Sind diese beispielhaft einmal im Besitz von Kontodaten, so ist es oftmals nur eine Frage der Zeit, wenn es zu entsprechenden Betrugshandlungen kommen wird. Die Täter sind nunmehr in der Lage, Waren im Namen des Geschädigten zu bestellen oder Handyverträge in ihrem Namen abzuschließen. Die Rechnung folgt im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Fuß. Also Vorsicht ist immer geboten. Die Aussicht auf ein Schnäppchen oder einen gewinnträchtigen Verkauf des Autos sollte niemand zu Schnellschüssen verleiten.