Folge Auto im Test auf Facebook:

Worauf gilt es bei Winterreifen zu achten?

In wenigen Monaten ist es wieder soweit und die Winterreifen müssen aufgezogen werden. Seit 2010 herrscht in Deutschland Winterreifenpflicht, der Gesetzgeber hat jedoch keinen konkreten Zeitpunkt festgelegt, ab dem die Fahrzeuge mit Winterreifen ausgerüstet sein müssen. Der § 2, Abs. 3a der STVO legt fest, dass bei winterlichen Bedingungen (Schnee, Eis, Matsch) nur mit Reifen gefahren werden darf, die mit dem M+S Symbol (Matsch+Schnee) gekennzeichnet sind.

Warum überhaupt Winterreifen aufziehen?

Winterreifen werden von Händlern in den verschiedensten Ausführungen geführt. Sie alle haben eine besondere Gummimischung gemein, die auch bei kalten Temperaturen elastisch bleibt. Dadurch verbessert sich die Haftung der Reifen, das Fahrzeug lässt sich besser lenken und der Bremsweg wird kürzer. Diese Eigenschaften werden noch durch das gröbere Profil der Winterreifen unterstützt, das zusätzliche Lamellen aufweist. Dadurch greifen die Reifen besser auf losem Untergrund. Ein Verstoß gegen die Winterreifenpflicht kann mit einer Geldbuße in Höhe von 40 Euro bestraft werden. Wird durch den Verstoß der nachfolgende Verkehr behindert, steigt die Geldbuße bis auf 80 Euro. Sollte es zu einem Unfall kommen, riskiert ein Fahrer, der ohne Winterreifen unterwegs ist, sogar seinen Versicherungsschutz.

Die Profiltiefe ist der wichtigste Faktor

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass die Mindestprofiltiefe über die gesamte Lauffläche des Reifens hinweg 1,6 mm betragen muss. Erfahrene Kraftfahrer wissen aber, dass die gesetzliche Mindestanforderung in der Praxis oft zu wenig ist, weil sich die Straßenverhältnisse innerhalb kürzester Entfernung radikal ändern können. Aus gutem Grund empfiehlt der ADAC eine Mindestprofiltiefe von 4 mm. Im Winter wird einfach mehr Reserve gebraucht. Wer mit abgefahrenen Reifen unterwegs ist, spielt sozusagen russisches Roulette, allerdings nicht nur mit seinem eigenen Leben, sondern auch mit dem der anderen Verkehrsteilnehmer. Deswegen ist es unverzichtbar, die Profiltiefe regelmäßig zu kontrollieren und abgefahrene Reifen rechtzeitig zu wechseln.

Andere Faktoren, auf die es ankommt

Die Reifen sind die einzigen Teile des Autos, mit deren Hilfe die Kraft des Motors auf die Straße übertragen wird und das Fahrzeug sich vorwärts bewegen kann. Deswegen sind sie für ein sicheres Fahren extrem wichtig. Besonders Berufskraftfahrer, die jährlich tausende von Kilometern bei jedem Wetter unterwegs sind, sollten bei Winterreifen auf Billigprodukte verzichten und lieber auf bewährte Markenqualität setzen. Einsparungen auf diesem Gebiet können teuer zu stehen kommen. Wenn ein Fahrer nur privat und gelegentlich unterwegs ist, mag es vielleicht noch vertretbar sein, wenn er gebrauchte Winterreifen oder Billigreifen benutzt. Berufskraftfahrer beanspruchen die Reifen ihres Fahrzeugs jedoch wesentlich stärker. Für sie kommen nur Neureifen der besten Qualität in Betracht. Eine gute Entscheidungshilfe liefert dabei der ADAC, weil der Club regelmäßig Reifen testet und die Ergebnisse veröffentlicht. Die Experten geben auch gerne Tipps zum richtigen Reifendruck und zur sachgemäßen Lagerung der Winterreifen im Sommer. Beim Einkauf lohnt es sich, darauf zu achten, seine Winterreifen von einem seriösen Händler zu beziehen, da es leider auch bei diesen Produkten Plagiate aus Fernost gibt.

Hashtags zum Artikel