Folge Auto im Test auf Facebook:

Testbericht – Der Aston Martin V12 Vantage S im Test

Der Aston Martin V12 ist ein Kraftprotz der Straße. Auffällig und anders als bei seinem kleinem Bruder, dem V8 Vantage S, ist unter anderem ein schwarz lackiertes Gitter im Carbon-Rohrrahmen vor dem Frontkühler, vier große Abluftkiemen aus Carbon auf der langen Motorhaube, die dem großen V12 Motor mehr Platz bieten. Dazu gibt es sehr große gelochte Carbon Keramik Bremsscheiben.

Interieur

Wie immer bei Aston Martin ist das Interieur erste Klasse, wirklich das beste was wir lange gesehen haben. Fein verarbeitetes Leder mit genug Platz für zwei Passagiere, ein klar geordnetes Armaturenbrett mit aufklappbarem Navigationssystem welches aber leider schon etwas in die Jahre gekommen ist. Die neuen Sport- und Leichtbausitze passen und bieten auch bei sportlicher Fahrweise perfekten Seitenhalt. Der Kofferraum ist mit 300 Litern für einen Sportwagen ausreichend und bietet mehr Platz als viele Konkurrenten.

Aston Martin V12 Vantage S

Zwischen dem Luxus und der perfekten Verarbeitung drängt aber auch überall der kompromisslose Sportler durch. Das Lenkrad ist in Tiefe und Neigung verstellbar und bietet fantastische Griffigkeit durch einen Alcantara Bezug. Die Schaltwippen am Lenkrad liegen sind sehr groß und sehen in Carbon Optik nach echtem Rennsport aus. Überall schimmern zwischen dem vielen Leder, Edelstall und Klavierlack Carbonteile hervor, die natürlich auch noch ein paar Kilo Gewicht sparen.

Leistung und Technik

Das halbautomatische Aston Martin Getriebe lässt sich über drei Tasten an der Mittelkonsole einstellen, den Sportmodus aktiviert eine vierte Taste. Über sie lassen sich unter anderem Gasannahme, Schaltgeschwindigkeit und -timing sowie die Direktheit der Lenkung radikaler trimmen. Der Druck auf eine weitere Taste verändert die Einstellung des neu entwickelten adaptiven Dämpfungssystems in den Stufen „Normal“, „Sport“ oder „Track“.

Aston Martin V12 Vantage S

Unglaubliche 422 kW/573 PS und ein maximales Drehmoment von 620 Newtonmeter bringt der V12 Vantage S mit seinem 6.0 Liter Motor auf die Straße. Den Sprint auf 100 km/h schafft der Brite in 3,9 Sekunden. Und auch nach der 100ter Marke sprintet der Aston weiter, bis dann bei sagenhaften 328 km/h Schluss ist.

Fahrerlebnis

Wenn man das den Briten startet knurrt der Zwölfzylinder unter der Haube brachial auf, und blubbernd dann in einem einzigartigen Sound weiter den es so nur bei einem echten V12 mit 6.0 Liter Hubraum gibt. Der V12 AM28-Motor wurde gründlich überarbeitet, Bosch steuert jetzt das Motormanagement. Was das bedeutet kann man nur beurteilen wenn man das Gaspedal durchdrückt und sich die gesamte Kraft auf die Hinterachse verteilt und der Aston einfach nur nach vorne preschen will. Die Traktion ist bei trockener Straße trotz des Hinterachsantriebs sehr gut. Das automatisierte Siebengang-Getriebe „Sportshift III AMT“ von Oerlikon Graziano leistet ganze Arbeit aber es sollte sich trotzdem nicht mit einem Porsche Doppelkupplungsgetriebe anlegen dafür reicht es noch nicht. Deswegen sollte man einen echten Aston Martin immer mit den Schaltwippen selber schalten, weil es einfach mehr Spaß macht und noch sportlicher von statten geht.

Aston Martin V12 Vantage S

Die Lenkung ist erwartet sehr direkt und präzise, die Gewichtsverteilung von 51:49 nahezu passt sehr gut. Man muss schon einiges anstellen, damit das Heck des 1,6 Tonnen schweren anfängt auszubrechen. Die Carbon-Keramik-Bremsen leisten ganze Arbeit und sorgen dafür, dass der Aston auch schnell wieder zum stehen kommt. Der Durchschnittsverbrauch während unserer Testfahrten lag bei 20,6 Litern.

Kosten

Der Basispreis für den V12 Vantage S liegt bei 179.950 Euro.

Fazit

Der Aston Martin gehört in der Auto im Test Redaktion definitiv zu den Top 3 von allen jemals getesteten Autos. Gründe hierfür: V12, brachiale Power, einzigartiger Sound, beste Verarbeitung mit hochwertigen Materialien. Der einzige kleine Wermutstropfen ist die teilweise veraltete Technik im Media- und Navigationssystem.