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Hybridsportwagen: Der neue BMW i8 im Test

Der neue BMW i8 ist ein echter Hingucker, der aufgrund seines innovativen Hybridantriebes ein würdiger Technologieträger seiner Marke ist und sich mithilfe von 362 PS Gesamtleistung auch Sportwagen nennen darf.

Interieur

Um in den neuen BMW i8 durch die Flügeltüren einzusteigen, bedarf es einiger Übung. Die breiten Schweller sind zusätzlich etwas hinderlich. Hat man aber erst einmal in den Schalensitzen Platz genommen, ist es sehr bequem im i8. Zusätzlich gibt es noch zwei Notsitze, auf denen Platz für zwei Kindersitze oder zusätzliches Gepäck ist – durchaus nützlich, da der Platz im Kofferraum mit 154 Liter Volumen sehr knapp bemessen ist. Die Bedienung im i8 ist vertraut: Start-Stopp-Knopf, iDrive-Controller, Fahrerlebnis-Schalter, Drucktasten-Handbremse, Joystick mit Touchpad. Neu sind die eDrive-Taste, mit der der i8 komplett elektrisch fährt, sowie das Tachometer, welches jetzt komplett digital gestaltet ist. Ein Hingucker sind die blau leuchtenden Zierleisten und die dazu passenden blauen Sicherheitsgurte.

Leistung und Technik

Der BMW i8 ist ein Hybrid Fahrzeug, ausgestattet mit einem 131 PS starken Elektromotor, der sich über der Vorderachse befindet. Dieser hat im eDrive Modus bei kompletter Elektrofahrt eine maximale Reichweite von 25-30 Kilometern. Unterstützt wird er von einem 231 PS starken Dreizylinder Turbobenziner Motor im Heck. Zusammen leisten die beiden starke 362 PS, die den i8 zu einem echten Sportwagen machen. So schafft es der i8 in 4,4 Sekunden auf Tempo 100 km/h. Um den Sprint auf 100 möglichst schnell zu schaffen, hilft der Elektromotor dem Verbrennungsmotor mit dem eBoost. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist der BMW abgeriegelt. Der durchschnittliche Verbrauch liegt im Hybrid Modus bei 4,6 Litern und 12,00 kW/h Strom. Der Verbrauch im reinen Verbrennungsmodus liegt bei 12,6 Liter Super. Mit den neuen Laser Scheinwerfern wurde im i8 eine weitere innovative Technik verbaut die eine deutlich größere Lichtweite bietet. Durch das verbaute Carbon und Gfk wiegt der BMW i8 nur 1485 kg.

Der BMW i8 verzaubert durch sein futuristisches Design.

Der BMW i8 verzaubert durch sein futuristisches Design.

Fahrerlebnis

Als wir den BMW i8 das erste mal starten, merken und hören wir zunächst nicht, dass er überhaupt schon an ist. Im Elektromodus macht er im Stand wirklich keinerlei Geräusche, eine Tatsache, an die man sich zunächst erst einmal gewöhnen muss, gleichzeitig aber sehr interessant ist und den i8 zu einem ganz besonderen PKW macht. Das merkt man auch an der Tatsache, dass wir noch nie so oft während eines Tests auf ein Fahrzeug angesprochen wurden wie beim i8 Test. Die Leute scheinen sehr interessiert zu sein. Sie bleiben stehen, machen Fotos und auch an der roten Ampel fragen mehrfach andere Autofahrer nach dem neuen Hybridsportler von BMW. Im Fokus der Interessierten steht das Hybrid Motorsystem und das Design, insbesondere das verbaute Carbon. Nach auffälliger wird der i8 wenn er sportlich gefahren wird: Wenn sich der Verbrennungsmotor zuschaltet, hat der i8 auf einmal auch einen richtig kernigen Sound und auch beim Herunterschalten heult er laut auf. Der extra eingebaute Soundgenerator am Unterboden im Heckbereich macht es möglich.

Der Innenraum wurde modern und übersichtlich gestaltet und mit hochwertigen Materialen ausgestattet.

Der Innenraum wurde modern und übersichtlich gestaltet und mit hochwertigen Materialen ausgestattet.

Jetzt geht es aber auf die Landstraße und der Bayer muss unter Beweis stellen, wie sportlich er wirklich ist: Der Carbonhybridler lenkt gut und präzise ein und ist auch im Sportmodus straff gefedert. Lediglich die Reifen könnten für ein besseres Kurvenverhalten noch etwas breiter sein. Die Hinterreifen sind gerade einmal so breit wie die Vorderreifen beim Porsche 991 Carrera.

Ein echter Supersportwagen ist der i8 aber nicht. Eher ein schneller, innovativer und umweltfreundlicherer Luxussportwagen. Und wer den i8 fährt, fällt garantiert auf – mindestens so sehr wie in einem McLaren oder Bugatti.

Design

Das Design des i8 ist ohne Frage eines der innovativsten der letzten 10 Jahre. Der serienreife i8 erinnert noch sehr stark an das damals vorgestellte i8 Conzeptcar. Dass ein Serienfahrzeug mit so vielen Innovationen wirklich auf den Markt kommt, ist selten. Gerade das Heck und die Partie rund um die Scheinwerfer sind sehr futuristisch geworden. Anstelle eines Spoilers ist hier eine sehr interessante Lösung komplett aus Gfk von den BMW Designern gewählt worden. Die Bauteile sind sehr windschnittig gebaut und erinnern schon fast an Flügel. So erreicht der i8 einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,26 cW – an solche neuen Bauteile müssen sich nur noch die Waschstraßen in Deutschland gewöhnen. Auch die restliche Linienführung ist sehr sportlich und modern geworden. Dazu kommt das Carbon, zum Beispiel verbaut in dem Dach, den Türen und dem Einstieg. Dazu passend gibt es in Hochglanz polierte 20 Zoll Leichtmetallfelgen.

Kosten

Genau 126.000 Euro kostet der i8 in der Basisversion. Rund 140.000 Euro muss man für die Vollausstattung mit Vollleder, Head-up-Display, Harman und Kardon Soundsystem sowie Metalliclack ausgeben. Kein günstiger Spaß, aber im Vergleich zu anderen Hybrid-Sportlern wie dem LaFerrari, McLaren P1 oder Porsche 918 Spyder ist der Preis sehr vertretbar.

Fazit

Man muss BMW schon alleine dafür Respekt zollen, dass sie es gewagt haben, ein solches Auto auf den Markt zu bringen. Der BMW i8 ist ein echter Hingucker mit aufwendiger Technik und ausreichend Power für die Stadt und Autobahn. Zwei kleine Kritikpunkte sind lediglich der kleine Kofferraum und die nicht vollständig herunterfahrbaren Seitenfenster.