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BMW X1- Nur marginale Änderungen bei der Neuauflage

In letzter Zeit ist die Konkurrenz des BMW X1 stark gewachsen: Audi Q3 und Range Rover Evoque sind ernst zu nehmende Gegner. BMW musste sich also einiges überlegen, um gegen diese Mitbewerber nachlegen zu können. Wir nahmen also die 1995 Kubikzentimeter große Dieselvariante unter die Lupe.

Doch was hat sich verändert? Auf den ersten Blick erst mal nicht viel. Optisch beschränkten die Münchner sich auf kleinere Abwandlungen an Exterieur und Interieur: Unlackierte Kunststoffstellen wurde durch mehr Wagenfarbe Leben eingehaucht, ein dreigeteilter Lufteinlass im vorderen Stoßfänger, die Lichttechnik wurde den anderen Baureihen angepasst. Auch im Interieur sind die Änderungen kaum spürbar oder nur alternativ, wie zum Beispiel Edelholz am Armaturenbrett. Tatsächlich wollte BMW mit dem neuen X1 den Kunden vor die Wahl zwischen verschiedenen Ausstattungslinien stellen. Zu haben ist die Neuauflage als Basis-Ausstattung, als Sportline (Sportsitze, Karosserieapplikationen in Schwarzchrom, besondere Leichmetallfelgen) und als x-Line (18-Zoll-Felgen, eigenständiger Stoffbezug, Karosserieapplikationen in Titansilber matt).

Soviel zur Optik, aber was ist mit dem Fahrverhalten? Was haben die Bayern am Antrieb und am Fahrwerk modifiziert?

Da bereits im letzten Jahr das Fahrwerk mit neuen Dämpfern und geänderten Gelenken an der Fünflenker-Hinterachse ausgestattet wurde, blieb es dieses Mal von jeglichen Überarbeitungen verschont. Motortechnisch sind nun eine neue 116 PS starke Dieselvariante mit von der Partie, der 20d Efficient Dynamics bleibt jedoch mit seinen 4,6 l Dieselverbrauch die sparsamste Variante. Saugmotoren? Lediglich der 18i mit seinen 150 PS! Die X1-Familie wird immer sparsamer.

Sparsam ist die uns vorliegende Testversion im Vergleich zu den anderen Varianten zwar nicht gerade, dafür ist der Fahrspaß umso größer. Der Vierzylinder bekam einen neuen Turbolader mit an Bord, sowie eine geänderte Software. Ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmetern ist so möglich. Und das bei einer kleineren Drehzahl, nämlich 1500 statt 2000 Umdrehungen in der Minute. Das 2l Triebwerk treibt die 1,7 Tonnen Fahrzeuggewicht mit seinen 218 Pferden zügig an. Auch nasse, sowie unbefestigte Straßen sind kein Problem bei dem serienmäßig vorhandenen Allradantrieb x-Drive. Aufpreispflichtig hingegen ist die Achtgang-Automatik, die für ein sparsames Fahren bei niedriger Drehzahl sorgt. Für Sparfüchse ist auch der Eco-Pro-Modus on board. Aber wer will schon die 5,9 L Verbrauch ab Werk ins Visier nehmen? Wir jedenfalls stellten den Fahrspaß in den Vordergrund und ließen den Drehzahlmesser manuell bei 4500/min verrücktspielen.