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Der Chevrolet Equinox im Test

Die Sonne strahlt nur so vom hellblauen Himmel, die Palmen wiegen sich in den vereinzelten Lüftchen die um die Blätter sausen und ein Blick auf den Kalender verrät, dass es gerademal Februar ist. Das ist der „Sunshine State“ Florida. Die Auto im Test Redakteure John Mahlmann und Nicklas Westphal haben sich während ihres Aufenthaltes in Miami und Cape Coral den Chevrolet Equinox vorgenommen.

Die Zeit in der US Autos mit großvolumigen Motoren, viel Leistung und viel Raum werben ist vorrüber. Sparen ist seit längerem schon angesagt. So wirbt Chevrolet für den Equinox nicht mit Platz und Power, sondern mit dessen niedrigem Verbrauch. Der sparsamste SUV seiner Klasse soll er sein. Der 2,4-Liter-Basismotor ist 182 PS stark und mit einer Sechsgang-Automatik ausgestattet. Auf Wunsch ist das SUV mit Allradantrieb erhältlich.

Chevrolet Equinox

Interieur

Innen gibt sich der Equinox mit verschiebbarer Rücksitzbank variabel, der Kofferraum schluckt zwischen 889 und 1803 Liter Gepäck. Wie bei vielen Amerikanern ist auch dieser etwas einfacher ausgestattet, so sind zum Beispiel nur Stoffsitze verwendet und auch die Armaturen sind relativ einfach gehalten. Die Edelstahloptik steht ihm dennoch gut. Das Chevrolet Infotainment System Mylink ist an Bord, so können Smartphones praktisch mit dem System gekoppelt werden und viele weitere Extras genutzt werden.

Schlüssel umdrehen, Motor startet- die Testfahrt beginnt

Wir befinden uns in der wohl sonnigsten Chevroletfiliale der Welt, mitten in Miami. Nach einer kurzen Einweisung der sehr freundlichen Mitarbeiter rollen wir vom Hof mit dem Spar-SUV.
Dass wir es hier mit einem Amerikaner zu tun haben merkt man ihm an. Er hat irgendwie seinen ganz eigenen Charakter- so anders als ein Mitteleuropäer. Zunächst einmal liegt er gut auf der Straße, bei entspannten 40 Meilen in der Stunde rollen wir über den Highway, genießen die Sonne, die durch das offene Schiebedach ins Wageninnere eintritt und schauen uns die unglaubliche Natur an. So einen Test hat man auch nicht alle Tage, wir blicken nach rechts und links, wo hin das Auge reicht nur amerikanische Sumpflandschaft.

Chevrolet Equinox

Tritt Auto im Test Redakteur Nicklas das Pedal bis zum Anschlag durch schaltet das Automatikgetriebe spürbar runter, der Motor brummt etwas lauter und der Wagen schiebt gemütlich an. Sparsam ist er definitiv, auch bei aggressivem Gaspedaltreten lässt sich der Equinox nicht aus der Reserve locken und fängt nicht etwa an ungeahnte Kraftreserven frei zu setzten. Der Testverbrauch von durchschnittlich 10,0 Litern auf 100 km liegt zwar deutlich über den im Schnitt mit 7,8 Litern angegebenen Verbrauch, der Testverbrauch entstand jedoch auch bei dem Versuch der Redaktion, jeden einzelnen PS aus dem Wagen raus zu kitzeln. Die Benzindirekteinspritzung und das variable Ventilhub drücken den Verbrauch um 25 Prozent gegenüber dem Vorgänger. Die Reichweite beträgt rund 800 Kilometer.
Zwar durstiger aber auch kräftiger ist der Dreiliter-V6 mit 255 PS.

Amerikanisches Handling

In Kurven ist es das selbe Lied, welches man über viele US-Cars singen kann- so faszinierend sie auch sind. Das Handling ist natürlich nicht vergleichbar mit dem eines deutschen SUV vergleichbarer Größe, dennoch ist der Wendekreis für amerikanische Verhältnisse gut.

Viel SUV für wenig Geld

Der Chevy ist 4,77 Meter lang und steht bei den US-Kunden für viel Auto für wenig Dollar. Der Grundpreis von ca. 23.000 Dollar ist damit mehr als fair angesetzt. Schön für die Amis, blöd für deutsche Sparfüchse, denn für Europa ist der Equinox nicht geplant.