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Der Mini Cooper John Cooper Works – Die 211 PS starke Tuningversion

In seinem schwarzen Gewand mit seinem roten Dach steht er vor uns. Die Tuningversion des sonst so süßen Mini steht auf seinen schwarzen 17 Zolle Felgen und blickt uns böse an. Als wir unsere Ausrüstung im Kofferraum verstauen wollen fällt uns der recht kleine Kofferraum auf. Wir steigen ein und lassen uns auf die schwarzen Ledersitze mit den roten Ziernähten nieder. Farblich ist das Innere perfekt abgestimmt auf die Lackierung. Zum Test hatten wir einen quasi Fabrikfrischen Wagen!

Simple Technik, typisches Mini Design

Technisch ist der rot-schwarze Flitzer eher simpel gestaltet. Die Sitze lassen sich von Hand verstellen und auch das Armaturenbrett ist nur mit einem großen Display ausgestattet. Dieses lässt sich mit einem kleinen Joystick in der Mittelkonsole bedienen. Dafür verbergen sich hier hinter jedoch einige Funktionen wie eine Navikarte, Multimedia System, Radio, und Fahrzeugdaten. Durch drehen, bewegen und drücken des Joysticks können sich die Insassen durch das Menü bewegen. Den Bluetooth Test hat das System nur teilweise bestanden. Es ist zwar problemlos möglich das Telefon mit dem Bordcomputer zu koppeln und die Musik wiederzugeben, allerdings ist das System nicht in der Lage die Titel und Interpreten anzuzeigen. Ein kleines Manko, welches jedoch nicht weiter stört. Der Tacho ist um die Bordcomputer- Anzeige herum platziert. So bewegt sich die Tachonadel langsam um das runde Display- oder auch schnell, je nachdem wie gashungrig der John Cooper Works gerade ist.

Der Wagen ist ausgestattet mit einem großen Schiebedach, welches sich in zwei Elemente teilt. Das vordere Element lässt sich dabei ganz öffnen, der hintere Teil kann gekippt werden.

Fahrverhalten in der Stadt

Als erstes fällt uns auf, dass die Lenkung extrem leicht ist. Wir sind ein wenig überrascht, bei Autos in dieser Motorenklasse sind wir eine schwerfälligere Lenkung gewohnt. Diese empfindliche Lenkung ermöglicht uns natürlich eine extrem sportliche Fahrweise und lässt den Mini sehr wendig werden. Natürlich ist dieses Lenkverhalten gewöhnungsbedürftig, wenn man das Lenkverhalten jedoch kennt und mit ihr umzugehen weiß, kann man eine Menge Spaß mit dem Wagen haben. So haben wir uns mit dem Wagen sehr temporisiert durch den Stadtverkehr geschlängelt um endlich auf die Autobahn fahren zu können. Die Sportbremsanlage ist bei einer so extremen Fahrweise keinesfalls fehl am Platze. Testfahrer Benjamin tritt das Gaspedal bis zum Anschlag durch. Der Works rast über die gerade auf grün gesprungene Ampel und lässt die anderen Fahrzeuge hinter sich. Laut heult der Motor auf, Sportauspuff dröhnt und sorgt für einen sportlichen Sound auf der Straße. Bei 6000 Umdrehungen haut Benjamin den zweiten Gang rein und lässt die Kupplung ruckartig kommen.

Das Heck mit dem roten Spoiler

Das Heck mit dem roten Spoiler

Für den Works kein Problem! Mit einem starken Ruck werden wir in die Sitze geschlagen. Mit diesem aggressiven Gangwechsel schafft der Wagen den Sprint von 0 auf 100 in 6.4 Sekunden. Als jemand unachtsam bei voller Beschleunigung auf unsere Spur wechselt tritt Benjamin in die Bremse und bringt den Wagen extrem ruckartig zum Stehen- Bremstest bestanden! Die Sportbremsanlage macht hier einen großartigen Job. Aufgrund der geringen Laufleistung steigt uns während der Fahrt ein Geruch aus der sich ein brennenden Sportauspuffanlage in die Nase.

Ein schwarz- roter Blitz auf der Autobahn- Kein Blitzer sondern der Works!

Da der John Cooper Works nur mit einem Vorderradantrieb ausgestattet ist wurden wir als uns der Wagen zu Beginn unserer Testfahrt vorgeführt wurde vor einem leicht wackligen, hektischen Fahrverhalten bei höheren Geschwindigkeiten gewarnt. Natürlich nahmen wir dieses angebliche Manko auf der Autobahn unter die Lupe. Als wir nach 27 Sekunden die 200er Marke knackten und den Wagen bis auf 240 Km/h beschleunigten konnten wir den Wagen trotz Vorderradantrieb bestens kontrollieren und konnten uns nicht über ein schlechtes Fahrhandling beklagen. Das Lenkrad hat an genau den richtigen Stellen Verdickungen und liegt besonders gut in der Hand. So lässt sich der Wagen auch bei 240 Sachen noch recht entspannt fahren. Bei plötzlich auftauchenden Bummlern auf der linken Spur entschärft die Sportbremsanlage die Situation.
Auch bei Dunkelheit konnten wir mit Hilfe der Bi-Xenon Scheinwerfer hervorragend gucken. Auch ein Plus Punkt für die Optik bringt das Bi-Xenon dem Mini ein.

Unser Fazit:

Dieser Wagen ist einfach perfekt für die Großstadt. Mit seiner extrem wendigen Fahrweise schlängelt er sich geschickt durch jeden Feierabendverkehr, er passt wegen seiner Größe in viele Parklücken und ist zudem mit einer erstklassigen Parktronic ausgestattet. Auf der Autobahn fasziniert uns die hohe Endgeschwindigkeit die der Mini erreicht, auch wenn er keinen herausragenden Zug entwickelt bei der Beschleunigung auf Höchstgeschwindigkeit.
Alles in Allem ein sehr flippiges Auto im Lifestyle Segment, mit dem man eine Menge Spaß am Fahren haben kann.
Bereits diesen Herbst wird die neue Generation des John Cooper Works erscheinen. Die neuen Flitzer sollen mit etwas wirtschaftlicheren Motoren ausgestattet sein, leistungstechnisch wird sich wohl nicht viel tun. Wir sind jedenfalls gespannt und freuen uns schon auf einen weiteren Mini John Cooper Works Test bei Auto im Test im Herbst.

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