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Die Mercedes A Klasse A-180 im Test

Im Puncto Design ist die neue A Klasse im Vergleich zur alten eine ganze neue Generation und eigentlich nicht wiederzukennen. Der Abschied von Hochdach erweist sich schon auf den ersten Blick als Segen. Die Karosserie scheint sich zu ducken, die Flanken wirken sportlich und modern und das Heck satter und kräftiger. Auch innen sieht die A-Klasse aus wie von einem anderen Stern: das Ambiente ist nobler und feiner als etwa jenes der C-Klasse. Und im Vergleich zum bisherigen Modell sitzt man fast 20 Zentimeter näher am Asphalt. So hat man das Auto besser in der Hand und leichter unter Kontrolle.

Mercedes nennt die A-Klasse einen radikalen Neuanfang

Weltweit ist die Kompaktklasse ein gewaltiges Wachstumssegment, in dem Mercedes jetzt punkten muss, wenn das Ziel von Vorstandschef Dieter Zetsche erreicht werden soll, bis 2020 der Primus unter den Premiumherstellern zu sein. Dafür wurde alles Alte beiseite gelegt und von vorne angefangen. „Die Chance, mit einem weißen Blatt Papier zu beginnen, gibt es in der Autoentwicklung nicht oft“, sagt Zetsche und schwärmt, dass die Ingenieure und Designer diese Gelegenheit überzeugend genutzt hätten. So entstand ein für Mercedes überaus jugendliches und modernes Auto, dem Zetsche den „Pulsschlag einer neuen Generation“ attestiert. Designchef Gordon Wagener sagt: „Wir wollten kein ‚Me too‘-Modell, sondern das aufsehenerregendste Auto in dieser Klasse.“ Und das Design ist nicht alles: Auch bei Fahrdynamik, Infotainment und Assistenzsystemen wollen die Schwaben jetzt Bestmarken setzen.
Und in vielen Punkten haben die Köpfe von Mercedes Benz recht. Die neue A-Klasse lässt die alte wirklich weit hinter sich. Man steigt ein und fühlt sich sofort wohl. Die Sitzposition passt, Lenkrad und Schalter fühlen sich hochwertig an, und das Fahren macht tatsächlich Spaß. Wendig und forsch kreuzt der Wagen über die Landstraßen, auf der Autobahn von Hamburg nach Düsseldorf rollt er fast so entspannt dahin wie ein großer Mercedes.

Bei uns im Test ist der A 180 als Benziner mit 122 PS

Der Vierzylinder ist angenehm leise. Auch alle Motoren sind neu und bieten bei spürbar mehr Leistung bis zu 26 Prozent weniger Verbrauch. Standard ist eine Sechsgang-Schaltung, gegen Aufpreis gibt es für die meisten Modelle aber auch eine Doppelkupplungsautomatik mit sieben Stufen und immer mit dabei ein Start-Stopp-System. So kommt die sparsamste A-Klasse auf einen Normverbrauch von 3,8 Litern und die schnellste schafft satte 240 km/h. Besonders stolz ist Mercedes auf einige Innovationen. Serienmäßig gibt es zum Beispiel einen Notbremsassistenten, der nicht vor Bagatellschäden in der Stadt, sondern gegen Kollisionen bei Geschwindigkeiten zwischen 30 und 240 km/h schützen soll. Und gegen Aufpreis gibt es ein Infotainmentsystem mit Internetanschluss, eigenen Apps und einer Telefon-Integration fürs iPhone.

Die A-Klasse ist das wichtigste von mindestens fünf Modellen, mit denen Mercedes die Kompaktklasse aufrollen will. Aus dem gleichen Modulbaukausten kommt bereits die etwa 2000 Euro teurere B-Klasse. Bald soll auch die kleine CLA Limousine, ein handlicher Geländewagen und ein weiteres Nischenmodell entweder Cabrio oder Shooting Break auf Basis der A Klasse folgen. Technisch bietet die Plattform erstmals die Option auf Allradantrieb, und natürlich sind auch AMG-Modelle
sind in Planung. Der Preis für die neue A Klasse beginnt bei 23.978 Euro.