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Duell der Generationen: Viper SRT10 vs Viper ACR Generation 4

Nachdem wir in den vergangenen Tagen in den Genuss der Viper SRT10, als auch der Neuauflage aus diesem Jahr kommen durften, haben wir diese nach den beiden ausführlichen Einzeltests nun auch noch gegeneinander antreten lassen. Hier stehen sich nicht zwei beliebige Sportwagen gegenüber- hier handelt es sich um wahre Monster. Zwei Zehnzylinder, die gemeinsam die Straßen Miamis unsicher machen- davon träumt ein jeder Autofan. Wir haben die besten Momente und Ergebnisse in einem ausführlichen Vergleichstest für euch zusammengefasst.

Exterieur und Design

Wir stehen vor den beiden Giftschlangen und betrachten zunächst die Front. Hier sind zunächst einmal die Scheinwerfer überarbeitet worden. Die Neuauflage ist mit schlitzförmigen LED-Scheinwerfern ausgestattet. Rechts und links gucken seit diesem Jahr Karbonelemente aus der Seite und verleihen der Schlange von vorne betrachtet eine leicht andere Silhouette. Die extremen Einkerbungen mit Lufteinlassschlitzen in den Türen sind erhalten geblieben, genauso wie der mächtige, vierteilige Kühlergrill. Auch die Side-pipes wurden von der 3. Generation übernommen, da diese charakteristisch sind für die US-Cars Ikone. Das uns zum Test vorliegende Modell aus 2013 ist ein Cabriolet, das ebenfalls typische in der Mitte abgesenkte Dach der Viper ist hier also nicht vorhanden. Bei den geschlossenen Varianten ist dies allerdings nach wie vor ein Merkmal. Auch war unser Testfahrzeug eine ACR (American Club Racer) Sonderedition der 4. Generation, die mit einem speziellen, feststehenden Spoiler ausgestattet. Dieser besteht aus Karbon und ist mit dem Nürburgringsymbol, sowie der Rundenzeit verziert. Ein solches aerodynamisches Extra fehlt bislang noch bei Michaels Schmuckstück aus dem Jahre 2003. Die Heckpartie ist bei der Neuauflage gänzlich anders gestaltet. Während bei der dritten Generation die Heckleuchten neben dem Kofferraum platziert waren, ist bei der neuen Schlange der Kofferraumdeckel über den Heckleuchten. Diese sind außerdem anders geschwungen als noch in 2003. Die Heckschürze ist etwas schlanker gestaltet bei der neuen Viper.

Interieur

Wie man sich schon denken kann, wurden auch im Innenraum sämtliche Neuerungen von SRT vorgenommen. Das Infotainment-System ist auf dem neuesten Stand der Technik angelangt, was 2003 noch aus Plastik bestand ist nun mit Leder überzogen und edel wie stilvoll designt. Michael hat dabei, durch seinen nachträglich eingebauten Screen von Pioneer, einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Vipers der dritten Generation.

Fahrerlebnis

Es ist endlich soweit, John nimmt in Michaels veredelter Viper Platz, während ich mich in die Neuauflage begebe. Ich drücke den Startknopf, John dreht den Schlüssel um. Ein lautes Grollen ertönt in der Collins Avenue in Miami Beach. Erste Passanten verdrehen sich die Köpfe, um zu sehen, wer bzw. was für diesen Krach verantwortlich ist.
Dann fahren wir gemütlich den Ocean Drive entlang, wobei ich es wesentlich besser habe als John, schließlich habe ich ja das Cabrio und die Sonne auf den Schulterblättern während John die Klimaanlage voll aufdreht. Auf dem Privatgelände, auf dem wir bereits zuvor die Einzeltests durchführten, angekommen stellen wir die beiden Schlangen in Startposition nebeneinander um den Beschleunigungstest zu machen. Als wir beide das Gaspedal bis zum Anschlag durchtreten drehen bei beiden Wagen zunächst einmal die Reifen durch- immer das Selbe mit diesen Hecktrieblern. Dazu brüllen 20 Zylinder aus vollem Leibe, dass man sich als Passant schon die Ohren zuhalten möchte. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein ohrenbetäubender Lärm. Die Neuauflage schaltet wesentlich weicher als das Vorgängermodell und hat eine Gewichtseinsparung von 40 kg zu verzeichnen. Dass die Neuauflage den Vorgänger im Sprint besiegt war schon vorher klar, der Sound der dabei ertönt hat jedoch unsere ohnehin schon hohen Erwartungen nochmals übertroffen.

Kosten

Ein Vergleich der Anschaffungskosten macht bei diesen beiden Autos wenig Sinn- natürlich ist der Neuwagen aus 2013 ein vielfaches teurer als eine gebrauchte Viper aus 2003. Der umgerechnete Basispreis der Neuauflage beträgt 77.600 Euro, werden die richtigen Haken an der ein oder anderen Stelle der Ausstattungsliste gemacht, dann kann sich der Preis aber auch schnell mal auf ca. 120.000 Euro belaufen. Verbrauchstechnisch hat natürlich die neue Viper die Nase vorne. Wenn man etwas vorsichtiger fährt ist ein Verbrauch von gut 15 Litern machbar, bei Michael’s Viper ist dieser Wert nicht zu erreichen.

Fazit

Das war der bislang interessanteste und faszinierendste Vergleichstest, den wir jemals durchgeführt haben. Soundtechnisch ein absolut unvergleichbares Erlebnis, vermischt mit tollen, authentischen Eindrücken auf heimischen Boden der US-cars Ikonen- ein toller Testtag neigt sich dem Ende und John und ich fahren der Sonne entgegen um uns und den beiden Supersportlern eine Ruhepause zu gönnen.