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Fahrbericht: Der neue Audi A3 Sportback im Test

Mit dem englischen Zusatz Sportback kennzeichnet Audi jene Modelle mit 5 Türen, von denen auch eine 3-türige Variante erhältlich ist. Der Vorgänger des aktuellen A3 mit der Bezeichnung 8P führte diesen Namenszusatz als einer der ersten. Mit dem aktuellen Audi A3 (8V) geht der erfolgreiche 5-Türer aus Ingolstadt in die nächste Runde – und zeigt von Anfang an, wer in der Kompaktklasse das Sagen hat.

Exterieur und Design

Der zum Standard gewordene Single-Frame Grill ziert auch den A3 Sportback. Die Neuauflage des Kassenschlagers zeigt sich mit hellen LED-Tagfahrlichtern, die sich durch die Geometrie der Frontscheinwerfer schneiden. Der von Audi proklamierte Premiumanspruch schlägt sich auf den ersten Blick in der selbstbewussten Optik der Fahrzeugfront nieder. Starke Front, stark abfallendes Heck: mit diesem Eindruck empfängt uns der A3 Sportback vom Audi Zentrum Dresden.

Leistung und Technik

Der Testwagen ist mit einem Selbstzünder und 2 Litern Hubraum bestückt. Dieser ist ein überarbeitetes Modell aus der TDI-Reihe und leistet 184 PS und ein Spitzendrehmoment von 380 Nm. Auf dem Weg aus der Stadt fühlt sich alles genau so an, wie man es von Audi erwarten darf. Kurze Schaltwege und ein munteres Aggregat, das jede Bewegung des rechten Fußes direkt in Vortrieb umsetzt. Auf freier Strecke fühlen wir dem A3 Sportback auf den Zahn: Nach 6,8 Sekunden zeigt die Tachonadel 100 km/h. Für die tägliche Kurzstrecke deutlich mehr als nötig, aber ein Wert, der den optisch selbstbewussten Auftritt eindrucksvoll umsetzt.

Interieur

Verarbeitungsqualität und die Haptik der Materialien zeigen, dass hier der Anspruch auf die nächsthöhere Klasse Regie geführt hat. Alle beweglichen Teile wie Schalter und Lufteinlässe reagieren prompt und satt – nichts klappert, nichts hakt. Angesichts dieser Verbindung aus hoher Funktionalität und edlem Ambiente wird wieder einmal deutlich, warum der A3 auch als Golf für Aufsteiger gilt. In kaum einem anderen Kompaktwagen fährt man so nah an der Oberklasse, Bravo!

Die Vermutung, dass die sportliche Silhouette Kompromisse beim Platzangebot erzwingt, bestätigt sich nur zum Teil. Auch Fahrer, die größer als 1,80m sind, können den A3 Sportback auf längeren Strecken genießen. Die Passagiere auf der hinteren Reihe haben zwar mehr Platz als im 3-Türer. Echtes Kombi-Feeling kommt aber nicht auf. Beim Kofferraum machen sich die 7 cm Karrosserielänge mehr gegenüber dem 3-türigen Modell bemerkbar. 380 Liter Laderaum lassen sich auf etwas mehr als 1200 Liter mit umgeklappter Rückbank erhöhen. Bei Familien wird der A3 Sportback damit keine Begeisterungsstürme auslösen. Doch die Zielgruppe liegt bei diesem Modell wohl auch eher bei 2-Personen-Haushalten ohne Kinder sowie gut verdienenden Singles. Die erhalten einen A3, der sich keine Schwächen leistet und einen guten Spagat zwischen Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit liefert.

Foto: © NRMA Motoring and Services – flickr.com