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Ferrari California T im Test – Ein Supersportwagen als Cabriolet

Da ist er, der neue Ferrari California T. Der erste Ferrari mit Turbo Motor seit über 20 Jahren, zudem kommt er mit einem neuen tollen Design und als Klappdach Cabrio wie man es vom Mercedes SL kennt.

Interieur

Bequeme Ledersitze mit Seitenhalt sorgen für komfortables aber trotzdem sehr sportliches Feeling im California T. Mit dem Ferrari California T kommt auch ein neues Lenkrad, auf dem der Wählhebel für Blinker, Fernlicht und Scheibenwischer neu gestaltet sind. Zusätzlich sitzt in der Normalposition des Lenkrad rechts unten das Manettino, das die Einstellungen für ABS und die F1 Trac-Traktionskontrolle verwaltet.

Ferrari California T

So muss man während der Fahrt die Hände nicht mehr vom Lenkrad nehmen, außer man will das Infotainment-System bedienen. Über dem neuen Infotainment System ist eine digitale Anzeige platziert die auf Berührung reagiert und Informationen über den anliegenden Ladedruck oder abgerufene Leistung liefert.

Leistung und Technik

Das neue Aggregat im California einzuführen, war einerseits ein gewisses Risiko, denn seit der Premiere des California 2009 wurden bereits über 10.000 Modelle verkauft, so viele wie von keinem anderen Ferrari bisher. Andererseits dürften die California Kunden vergleichsweise tolerant sein und nicht stur auf die Tradition der Scuderia-Ferrari pochen.

Ferrari California T

Der neue Motor ist trotz des um 0,4 auf 3,9 Liter kleineren Hubraums deutlich stärker als sein Sauger Kollege. Die Leistung steigt von 490 PS auf starke 560 PS und das maximale Drehmoment steigt um satte 50 Prozent auf nun 755 Newtonmeter. Ohne eine Spur des Turbolochs legt der V8 Bi-Turbo los und verwandelt das Cabrio in einen echten Supersportwagen. Damit der neue Turbomotor spontan und schnell anspricht und kraftvoll klingt, haben sich die Ferrari Ingenieure für einen sogenannten Twin Scroll Lader entschieden, bei dem der Turbolader durch zwei Abgaskanäle angetrieben wird und so schneller Druck bekommt. Zudem haben die Entwickler für den Turbomotor einen neuen Krümmer entwickelt, in dem die Luftführung für jeden Zylinder auf den Millimeter gleich lang ist. Egal in welcher Stellung sich der Motor beim Kickdown also gerade befindet, ist der Sound beim Beschleunigen immer gleich gut.

Ferrari California T

Die Kraftübertragung im neuen Ferrari übernimmt ein Siebengang Doppelkupplungs Getriebe. So sprintet er in 3,6 Sekunden auf Tempo 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit erreicht er bei starken 316 km/h. Der Ferrari California T verbraucht laut Werk Durchschnittlich 10,5 Liter Superplus das sind 2,6 Liter weniger als der California. Bei der Testfahrt betrug der Verbrauch allerdings 14,6 Liter.

Kosten

Der California T kostet 183.499 Euro in der Basisversion, das sind 3000 Euro mehr als der California.

Fazit

Ferrari ist mit dem California T ein tolles Comeback in die Welt der Turbomotoren gelungen. Der Wagen überzeugt mit einer Top-Verarbeitung und der nötigen Supersportwagen Power die ein Ferrari einfach braucht. Er ist aber gleichzeitig im Gegensatz zu vielen anderen Ferrari Modellen auch durchaus für längere Strecken geeignet und spricht so sicher auch viele bisherige Mercedes SL, Bentley und Aston Martin Kunden an.