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Der neue Jaguar F-Pace im Test

Der neue F-Pace ist der erste jemals von Jaguar gebaute SUV. Und reiht sich gekonnt zwischen dem BMW X3 & X5 ein. Ist aber natürlich auch Konkurrenz für den Porsche Macan und zum Beispiel den Audi Q5.

Design

Der Auftritt des F-Pace lässt an der Herkunft wenig Zweifel. Der sehr markante Kühlergrill geht über in die lange und sportliche Motorhaube. Die Frontscheinwerfer stechen schön heraus und bilden mit den großen Lufteinlässen ein tolles Gesamtbild. Die Rückleuchten erinnern sehr stark an den Sportwagen aus dem Hause Jaguar, der F-Type. Der lange hintere Überhang soll den SUV im klassischen Look der Jaguar-Limousinen strecken.

Jaguar F-Pace 2017

Interieur

Die Ledersitze im Jaguar F-Pace sind sehr gut verarbeitet und haben einen hohen Sitzkomfort. Das Lenkrad lässt sich in Tiefe und Höhe verstellen (kostet 400 Euro extra). Die für die Wintermonate unbedingt notwendige Sitzheizung kostet 380 Euro extra. Anstelle eines klassischen Wählhebels, ist im F-Pace ein großer und edler Drehknopf verbaut. Das neue Infotainment-System wird per Touch gesteuert. Unteranderem besteht die Möglichkeit ausgewählte Apps vom eigenen Smartphone auf den großen (10,2 Zoll) Bildschirm zu bringen. Jaguar nutz hierfür ein eigens mit Bosch entwickelte Technik, also nicht wie viele andere Fahrzeughersteller die Systeme Android Auto oder Apple CarPlay.

Jaguar F-Pace 2017

Die neuen Armaturen (Drehzahlmesser, Tacho etc.) sind digital. Das TFT-Display lässt sich konfigurieren, wenn man das Getriebe in den Sport Modus stellt, wechseln Tacho und Drehzahlmesser die Position, und der Tourenzähler wir so mehr hervor gehoben. Das Raumangebot im F-Pace ist sehr gut auch im Vergleich zu anderen Fahrzeugen in seiner Klasse. Der Kofferraum hat ein Ladevolumen von 650 Liter und reicht somit auf jeden Fall auch für Urlaubsreisen aus.

Leistung und Technik

Eine Achtgang Automatik sorgt im F-Pace für die richtige Kraftübertragung. Der gängigste Motor ist ein V6 Biturbodiesel mit 3,0 Liter Hubraum und starken 300 PS. Und das bei einem Drehmoment von 700 Newtonmeter bei 2000 Umdrehungen. Zusätzlich wird noch ein 2,0 Lieter Disel mit 180 PS angeboten, was unserer Meinung aber für ein solch großes Fahrzeug etwas zu wenig ist. Die Automatik arbeitet in beiden Fahrzeugen sehr sanft und zuverlässig.

Jaguar F-Pace 2017

Die Wat-Tiefer von über 50 cm und eine Bodenfreiheit von 21,5 cm können sich sehr gut sehen lassen. Auch die 2,4 Tonnen Anhängelast sprechen für den F-Pace. Der Durchschnittsverbrauch lag bei unseren Testfahrten bei 9,4 Liter Diesel. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt mit dem 2,0 Liter Motor 208 km/h und mit dem 3,0 Liter Motor bei starken 241 km/h.

Fahrerlebnis

Der Jaguar F-Pace lässt gerne sportlich fahren, der Antrieb ist klar hecklastig, die Vorderräder werden nur bei Bedarf zugeschaltet. Um die Sportlichkeit noch etwas mehr zu unterstreichen könnte der Klang der britischen Raubkatze gerne noch etwas kerniger sein. Die elektromechanische Servolenkung vermittelt ein durchgehend sicheres und gutes Gefühl auf der Straße und gerade in Kurven. Die Fahrwerksabstimmung findet ebenfalls den richten Konsens zwischen Komfort und Sportlichkeit. In der Stadt gehört der F-Pace zu den größeren Raubtieren mit fast zwölf Meter Wendekreis. Kameras helfen jedoch sehr gut das Auto aus jedem Blickwinkel einzusehen. Die Bremsen haben während des gesamtes Tests sehr gut gearbeitet.

Jaguar F-Pace 2017

Kosten

Der Basispreis für den F-Pace 2,0 Liter Diesel liegt bei 48.600 inklusive Mwst. was definitiv eine Kampfansage an den Porsche Macan, BMW X3, Audi Q5 etc. ist. Aber natürlich ist bei Jaguar auch sehr viel Spielraum nach oben geboten. Der 3,0 Liter Diesel startet mit einer Basis von 58.800 Euro mit der Ausstatungslinie „Pure“. Hier gibt es natürlich noch viele weitere Linien wie zum Beispiel die sogenannte „Portfolio“ hier liegt der Grundpreis bei 65.170 Euro.

Jaguar F-Pace 2017

Fazit

Man merkt auf jeden Fall Jaguar kann auch SUV. Was natürlich auch maßgeblich damit zusammenhängt das der F-Pace im Werk des großen Bruder gebaut wird, um genau zu sein in Solihull bei Birmingham, hier lief schon 1948 der erste Land Rover vom Band und man kennt sich hier definitiv mit SUV´s und Geländewagen aus. Positiv hervorzuheben ist auf jeden Fall das große Platzangebot im Jaguar F-Pace und der angemessene Kraftstoffverbrauch. Porsche, BMW, Merceds und Audi müssen sich warm anziehen, ein neuer Konkurrent im SUV Segment hat sich hier deutlich positioniert.

Alle Bilder sind in Zusammenarbeit mit Dave Gold entstanden.

Zu guter Letzt bedanken wir uns bei dem Land Rover-Händler Hugo Pfohe aus Hamburg, welcher uns das Fahrzeug freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.