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Vergleichstest Mercedes SL 500 vs. Jaguar F-Type R

Der würdige Nachfahre des legendären E-Type, der Jaguar F-Type R, tritt gegen den Mercedes SL 500, ein deutscher Klassiker mit viel Komfort und Bi-Turbo Power, an. „SL“ steht bei Mercedes seit 1954 für „Super Leicht“ davon ist zwar heute nicht mehr so viel zu merken, aber der Zweisitzer mit Klappdach ist nach wie vor das Roadster Komfortmaß schlecht hin und tritt als SL 500 mit 435 PS gegen den um satte 115 Pferdestärken stärkeren F-Type R an. Aber es geht ja glücklicherweise nicht nur darum wer die meisten PS hat.

Interieur

Der SL ist komfortabler und größer als jeder andere Wagen in seiner Klasse. Der Kofferraum fasst bei geschlossenen Dach ganze 504 Liter. Weniger Platz bleibt im F-Type: Durch die breite Mittelkonsole hat man im Fußraum weniger Platz und auch bei der Kopffreiheit bietet der SL etwas mehr Platz. In Sachen Sicherheit setzt Mercedes wieder einmal Maßstäbe: Kopfairbags, Isofix (125 Euro extra) Abstandsregler, Spurhalte-Assistent (für 2250 Euro extra) oder Nachtsicht-Gerät (2200 Euro extra). Beide glänzen optional mit einem Notbremsassistenten und aktiver Motorhaube.

Fahrerlebnis

Der Mercedes SL 500 zeigt im Vergleich, was einen echten SL ausmacht: der Komfort! Er federt sehr souverän mit adaptiven Dämpfern ab. Bei hohen Drehzahlen dröhnt der Motor nicht, sondern klingt kraftvoll und gleichzeitig typisch nach einem bulligen V8. Dabei sitzt man auf bequemen man kann fast schon sagen Ledersesseln. Die sogenannten Performance Sitze im Jaguar können sich mit einstellbaren Seitenwangen aber auch sehen lassen. Im Gegensatz zum Mercedes SL ist der F-Type R deutlich lauter die Abgasanlage röhrt schon mit geschlossenen Auspuffklappen dominant, bei offnen Klappen brüllt der Jaguar extrem auf. Das Fahrwerk des F-Type verarbeitet jede Unebenheit sensibel und ist dennoch sportlich straff.

Der neze Mercedes SL 500 macht eine gute Figur. © Mercedes-Benz

Der neze Mercedes SL 500 macht eine gute Figur. © Mercedes-Benz

Leistung und Technik

Von 0 auf 100 km/h sprintet der F-Type schneller als die Werksangaben versprechen nämlich statt 4,2 in starken 3,9 Sekunden, dabei schaltet die Achtstufen-Automatik schnell aber weich. Trotzdem verleiten die Schaltwippen natürlich zum manuellen Stufenwechsel auch wegen der permanent imitierten Fehlzündungen der Abgasanlage. Der Testverbrauch von 14,9 Liter Super sind vollkommen in Ordnung für einen 550 PS starken Sportwagen. Dem weich laufenden Achtzylinder von Mercedes reichen 3,1 Liter weniger auf 100 Kilometern. Bei 250 km/h regelt die Elektronik des Mercedes leider ab, bis dahin sprintet der aufgeladene V8 aber sehr gut. Der Jaguar schafft die Marke von 300 km/h.

Kosten

Der Mercedes SL 500 startet mit einem Grundpreis von 120.000 Euro. Mit einigen Extras ist man schnell bei 140.000 Euro. Den Jaguar F-Type R gibt es schon ab 103.000 Euro und für 120.000 Euro hat man eine Top Ausstattung an Bord.

Fazit

Er ist schnell, schön und extrem laut: Der Jaguar F-Type R ist ein kerniger und auffälliger Sportwagen mit einem angemessenen Preis. Der Mercedes SL 500 mit seinem großen Kofferraum, grandiosem Geräuschkomfort, vielen Sicherheits-Features und geringem Verbrauch bietet auch für weite reisen genau das richtige Auto, das hat aber natürlich auch seinen Preis und da ist der Mercedes etwas teurer als der Jaguar. Kurz gesagt wer es richtig sportlich mag der ist bei dem Jaguar F-Type R genau richtig und wer komfortablen Luxus sucht der hat mit dem Mercedes SL 500 genau der richtigen Partner an der Seite.