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Testbericht: Mini Cooper S (R53) Schäfer Club Sport

Ein Jahr lang hat das Schäfer Club Sport Team an einem Mini Cooper S des Typs R53 (BJ 2004) gearbeitet.
Wir durfen den kleinen Sportler als erstes testen und präsentieren euch jetzt das Ergebnis.

Die ersten Änderungen

Angefangen hat das Ganze noch recht harmlos mit stylischen Außenspiegeln und einer Abdeckung für die Motorhaube, beides aus echtem Karbon. Überhaupt wurde im Schäfer Club Sport nur echtes Karbon verbaut, alles andere würde sich mit hohen Qualitätsansprüchen von Schäfer Club Sport aus Kaiserlautern nicht vereinbaren lassen. Auch das aluminiumgebürstete Armaturenbrett war nicht ästhetisch genug. Also wurde es kurzer Hand gegen ein aus England stammendes John Cooper Works Armaturenbrett aus Karbon ausgetauscht.

Der Mini im Operationssaal bei Miniclubsport

Eines ist von vornherein sicher: Auf Mini Tuner Schäfer Club Sport kommt ein ganzes Stück Arbeit zu! Sowohl optische Schönheitsgriffe, wie auch Leistungstechnische Modifikationen sind in großem Umfang vorzunehmen. Bezüglich der Bremsen raten die Experten aus Kaiserslautern zu hochqualitativen Brembo GT Bremsen für vorne. Hinten kann die Serienbremsanlage beibehalten werden, Sportbremsbeläge sind aber ein absolutes Muss. Die Sicherheit wird umso wichtiger, je mehr Leistung ein Auto hat und umso extremer es wird. Also für die Sicherheit nur das Beste!

Schäfer Clubsport sorgt für Vorwärtsdrang

Da auch auf die Piste mit seinem Super Mini will, braucht der Wagen natürlich auch eine gute Beschleunigung. Zusätzlich zu einer Leistungssteigerung auf 230 PS wurde eine Sachs Rennkupplung eingebaut. Auch die Zündkerzen wurden gegen ein paar neue John Cooper Works Kerzen ausgetauscht.

Mini Schäfer Clubsport

Mini Schäfer Clubsport

Bei der Gangschaltung hat Schäfer Clubsport den Mini mit einem ganz besonderen Sahnestück versehen: Eine Schaltwegverkürzung im Eigenbau und eine Schalthebelverlängerung ermöglichen quasi verzögerungsloses Schalten für ungehemmten Vorwärtsdrang.
Um dem ganzen noch einen oben drauf zu setzen baut Schäfer Clubsport auch noch einen Forge Ladeluftkühler ein, der ganze 25 Prozent mehr Luft ansaugt und so den kleinen Kraftprotz mit noch mehr Leistung versorgt.

Ein Handling, das seines Gleichen sucht

Neben einer starken Beschleunigung war auch ein gutes Handling extrem wichtig. Schäfer Club Sport lässt keinen Wunsch verwehrt und hat für jedes Bedürfnis das passende Programm. Ein KW Clubsport Fahrwerk welches verstellbar ist in Höhe, Spur und Sturz sorgt für ein sportliches Fahrverhalten. „Die Drexler Differenzialsperre ist eine der ausschlaggebendsten Veränderungen was das Fahrverhalten angeht“. Diese bremst in den Kurven das innere Rad ab und sorgt so für ein unvergleichbares Kurvenverhalten.

Fesche Optik, frecher Sound

Für eine besonders heiße Optik, schneiderte Schäfer Club Sport dem Mini ein Frontschürzen-Aerodynamikpaket auf den Leib. Die auf der Piste erforderlichen Abschlepphaken sind mit Pfeilen in einem knalligen Rot markiert- genialer Kontrast zum schwarzen Lack!
Steht man vor dem Mini, bleibt der Blick an der Windschutzscheibe haften: Ein roter Schäfer Clubsport Dekor verziert die obere Kante. Auch vorne rechts und links ist der Wagen mit Schäfer Clubsport Aufklebern verziert. Natürlich braucht ein solcher Mini auch einen ihm entsprechenden Sound. Eine John Cooper Works Auspuffanlage ab Kat soll es richten.

Ein sehr wichtiges Thema waren auch die Reifen und passenden Felgen

Letztendlich fiel die Entscheidung auf Wettkampfreifen mit Straßenzulassung. Diese sogenannten Cupreifen hören auf den Namen Yokhama Parada und haben einen optimalen Grip bei Trockenheit. So nimmt der Mini bei trockener Fahrbahn die Kurven wie kein Zweiter, kommt aus dem leichten Über- ins Untersteuern und beschleunigt katapultartig. Was bei Trockenheit für ordentlich Fahrspaß sorgt, bereitet uns bei Nässe extreme Probleme. So braucht es extreme Erfahrung und eine ordentliche Prise Fahrgefühl, um den Wagen auch bei Nässe unter Kontrolle zu haben- so kommt es auch bei Nässe des Öfteren vor, dass sich ein schwarzer Blitz im Stadtverkehr aggressiv vor das ein oder andere Auto setzt und so zeigt mit wem man es zu tun hat.
Bei den Felgen ist die Entscheidung auf Breyton GTSR gefallen. Die 215/35 Yokhama Parada werden so von starken R18 Felgen komplettiert. Auch bei den Felgen spiegelt sich Liebe zum Besonderen wider. Die schwarzen Felgen sind mit einem roten Rand umgeben. Allerdings sitzt dieser Rand nicht etwa außen, sondern innen unter den Speichen.

Eigenprogrammierte Software aus dem Hause Schäfer Clubsport

Die meisten Menschen, die ihren Mini tunen benutzen eine John Cooper Works Software! Schäfer Club Sport hat den Clubsport RS mit einer eigenprogrammierten Software versehen.

Einsteigen, los fahren schwer gemacht

Als ich in den Mini RS Clubsport steigen will sehe ich worauf ich mich eingelassen habe: Die roten Stahlstreben des Überrollkäfigs von Wiechers Sport versperren mir den Einstieg. Als ich es endlich geschafft habe, mein Bein irgendwie über dieses Hindernis zu wuchten, kommt die nächste Herausforderung auf mich zu: Die extrem sportlichen Schalensitze von Recaro. Mit etwas Hilfe und unter Anleitung presse ich meinen Körper in die extreme Enge der Sportsitze.

Das Fahrverhalten bei unserer Testfahrt

Als wir uns in den Wagen setzen und den Motor starten brummt er einmal wütend auf. Als wir das Gaspedal im Leerlauf runter treten heult der Motor laut auf- der kleine hat eine ganz schön große Klappe! Das auch viel dahinter steckt, dürfte jedem klar sein, der in Kenntnis von den beschriebenen Modifikationen ist.

Das Gaspedal bis zum Anschlag durchgetreten jagt der Mini von Schäfer Club Sport los, wir werden in die Schalensitze gepresst. Als wir die kurvenreichste Passage unserer Auto im Test-Teststrecke im dritten Gang unter voller Beschleunigung durchfahren, merke ich die Wirkung der Schäfer Clubsport Modifikationen. Das Handling in den Kurven ist sehr gut.

Unser Fazit

Schäfer Clubsport hat hier wirklich ein einzigartiges Fahrzeug erschaffen. Optisch, wie fahrtechnisch konnten die Tuner aus Kaiserlautern uns von ihrem kleinen Muskelpaket überzeugen. Im Endeffekt haben sich die Rund 25.000 Euro Projektbudget also bezahlt gemacht!