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Audi A1 und Renault Clio im Vergleichstest

Der schwarz-weiße A1 Quattro ist ein Vorzeigeobjekt für den Automobilbauer aus Ingolstadt. Ein Kleinwagen der mit seinem stolzen Preis von 49.900 Euro deutlich aus seiner Klasse hervorstößt. Zu diesem Preis könnte man sich zwei Clio RS leisten. Doch wie viel sagt der Preis schon über ein Auto aus? Ist es ein Indikator für die Leistung? Wir werden es feststellen. Fakt ist jedenfalls, dass der Clio es zum Sieger in einer eigenen Cup Serie gebracht hat. Während der A1 Quattro sich extrovertiert gibt und mit ausgestrecktem Spoiler eine dicke Lippe riskiert, hält sich der Renault Clio RS ziemlich zurück. Einzig das doppelte Endrohr, sowie die mattgrauen Räder weisen auf die Leistung unter der Haube hin.

Interieur

Beim Vergleich der Intereieure muss man feststellen, dass sich die beiden Fahrzeuge in unterschiedlichen Welten bewegen. Im Clio RS ist viel Plastik verbaut, die Schalter und Knöpfe sind recht nüchtern gehalten und auch ansonsten findet man hier keinen Luxus. Fairer Weise muss man natürlich festhalten, dass der Clio bereits 7 Jahre alt ist und somit aus einer Zeit stammt, in der Kleinwagen noch Kleinwagen waren. Der A1 hingegen spiegelt ganz den Zeitgeist wieder. Besser noch, er ist ihm ein Stück voraus. Ein weiteres Mal stellt Audi seine Innovationskraft unter Beweis. Das volle Programm was Luxus angeht findet man im A1. Klavier Lack, Leder, Alu-Schaltknauf und gesteppte Ledernähte- ein Vorzeige Auto eben. Punkten kann der Clio jedoch mit seinen passgenauen Recaro Sitzschalen, die dem Fahrer einen wirklich guten Halt geben.

Fahrverhalten

Was das Fahrverhalten angeht sind die beiden Konkurrenten schon eher auf einem Level. Beide über 200 Pferdchen unter der Haube.
Der Audi A1 Quattro glänzt neben seinem modernen Design auch noch mit ausgesprochener Sportlichkeit. Ein kräftiger Tritt auf das Gaspedal lässt den kleinen Sportler aufbrüllen. Passanten drehen sich nach dem Ingolstädter um, während dieser die 100er Marke in nur 5,6 Sekunden knackt. Ein kleines Manko bei diesem Wagen: Die exzellente Beschleunigung könnte man deutlich mehr genießen, wenn die breiten Sportsitze sich weiter nach untern stellen lassen würden. Ein besseres Gefühl für die Straße würde man so haben, aber es geht natürlich auch ohne. Der Turbo ist stets wild und zeigt sich erst bei mehr als 5500 Umdrehungen in der Minute erschöpft. Der quattro Antrieb ist ein absoluter Muss bei diesem Wagen. So kann die volle PS Kraft auf die Straße gebracht werden und die Reifen drehen nicht durch. So haben wir den A1 Quattro gerne: Keine Sperenzchen aber ungehemmter Vorwärtsdrang. Trotz Diesel Motor ist der Verbrauch beachtlich hoch. Unter 10 Liter ist ein Fahren kaum möglich.

Der Clio RS hält mit dem A1 mehr als gut mit. Da wo der A1 aufhört, da liegen die stärken des Franzosen. Bis 7500 Touren geht er mit, wie es sich für einen erstklassigen Sauger Motor gehört. Auch in Kurven konnte der Clio RS das Duell für sich entscheiden. Sehr agil zeigt er sich und lässt sich gut handeln in kurven. Aber wehe man bremst scharf, dann fängt das heck an sich selbstständig zu machen- wenn da nicht das gute ESP wäre, welches seine schützende Hand ins Spiel bringt.
Somit gewinnt der A1 quattro beim Bremsen wertvolle Meter und siegt auch beim Sprint nach der Kurve mit dem besseren Drehmoment. Bei ausgeschaltetem ESP kann der A1 auch ein paar schöne Drifts hinlegen.

Unser Fazit

Auf unserer Teststrecke trennten die beiden Sportler 2 Sekunden. Betrachtet man die Unterschiede im Baujahr und somit in der Technik ist dies jedoch eine reife Leistung für den Renault. Im Endeffekt ist es aber natürlich nicht der Preisunterschied, der den A1 hier als Sieger vom Platz gehen lässt. Es ist der 256 PS starke Turbo Motor und der Allrad Antrieb, die hier den Unterschied machen.