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Fahrbericht – Der Porsche Cayman S im Test

Der Porsche Cayman- die Coupé Version des Boxter- ist bekannt für sein unvergleichbares Kurvenverhalten. Er ist sportlich wie ein 911er, mit der Wendigkeit eines Sport-Coupés. Ein richtiges Spaßauto fürs Wochenende. Wir durften uns diesen kleinen Flitzer für einen ausführlichen Test zur Brust nehmen.

Exterieur und Design

Es ist absolut unmöglich, diesen Sportler zu übersehen. In seinem knalligen Ferrari-Rot zieht er einfach jeden Blick auf sich. Ob Autofan oder nicht- jeder guckt den Cayman S an, er sticht einfach ins Auge. Abgesehen von der Farbe, stehen dem Cayman S aber auch die neu geformten Front- und Heckpartien ausgesprochen gut. Die neuen Scheinwerfer mit integrierten Blinkern an der Front und am Heck die neuen LED-Leuchten sind sehr gelungene Kunstgriffe, die das Facelift-Modell deutlich mehr Ausdruck verleihen. Auch die runden Nebelscheinwerfer sowie die Heckteile mit Leitwerk geben dem Cayman S ein optisches Plus. Die in drei Lufteinlässe an der Front lassen den Porsche angriffslustig wirken. Auch das Heck wirkt deutlich sportlicher als beim Vorgängermodell. Der ausfahrbare Spoiler erinnert an Audi, steht dem Wagen aber sehr gut.

Interieur

Das erste was im Innenraum auffällt ist der extrem begrenzte Raum. Keinen Zentimeter hinter den Sitzen ist Schluss, hier beginnt der Verkleidungskasten für den Mittelmotor. Auch das Sitzen ist nicht gerade komfortabel, aber wer will das schon in einem Cayman S? Hier kommt es vielmehr auf Werte wie Sportlichkeit und Ästhetik an. Die Sitze sind sportlich geformt, so dass man einen sportlichen Halt hat. Auch bei den Armaturen machen sich die Platzeinsparungen bemerkbar. Der Cayman S verfügt nur über drei Anzeigen anstatt über fünf, wie der große Bruder namens 911. Ansonsten ist das Armaturenbrett in typischer Porsche Manier gestaltet: Sehr edel, ästhetisch und gleichzeitig sportlich.

Porsche Cayman S - Interrieur

Porsche Cayman S – Interrieur

Leistung und Technik

Mit dem Modellwechsel hat der Cayman S mehr Dampf unter die Haube bekommen. Bei einem maximalen Drehmoment von 370 Newtonmetern bei 4500 U/min leistet der Mittelmotor nun 325 PS. Damit rast der rote Sportler in genau 5 Sekunden auf 100 km/h. Das PDK Getriebe holt dabei das Maximale aus dem kleinen Sportler heraus.

Fahrerlebnis

Vorab können wir verraten, dass der Porsche Cayman S uns sehr positiv überrascht hat. Obgleich es sich bei dem Cayman um ein sogenanntes Einsteigermodell von Porsche handelt, kommt der Fahrspaß bei diesem Sportwagen ganz und gar nicht zu kurz.

Das Erste was uns beeindruckt hat ist die enorme Beschleunigung. Dank des SportChono-Pakets mit dem Sport Plus Modus, sowie des PDK-Getriebes und eines Leergewichts von rund 1400 Kg werden wir trotz des recht niedrigen Drehmoments beim Sprint in 911er Manier in den Sitz gepresst- das Gefühl, das Autofans so lieben. Hinzu kommt ein sehr beeindruckender Sound. Trotz fehlenden Klappenauspuffs hat der Cayman S eine wirklich große Klappe. Gibt man der Stute die Sporen, brüllt sie wütend auf und schiebt mit ihrem Heckantrieb über die Straße. Mit lautem Motor-Brüllen jagen wir über die Landstraße. John schaltet manuell über die Schaltpedals runter. Der Motor heult auf, der Drehzahlmesser schnellt nach oben. Man merkt förmlich wie der Cayman S jetzt am Gas hängt und willig ist, die auf uns zu nahende Kurve zu nehmen. John beschleunigt in der Kurve und durchfährt sie im hohen Drehzahlbereich jenseits der 5000. Einfach unglaublich wie der Wagen unter Beschleunigung durch die Kurve gleitet und in der darauf folgenden Gerade wieder mit Vollgas beschleunigt.

Der Heckantrieb macht allerdings bei nasser Straße weniger Spaß. Enge Kurven in der Stadt, die mit höherer Geschwindigkeit durchfahren werden brachten den roten Flitzer bei unserer Testfahrt des öfteren zum Ausbrechen, so dass nur mit heftigen Gegenlenkbewegungen der Wagen auf der Straße zu halten war.

Porsche Cayman S - Heck

Porsche Cayman S – Heck

Kosten

Preislich ist der Cayman S bereits ab 64.118 Euro. Das uns zum Test vorliegende Modell beläuft sich preislich jedoch auf ganze 87.000 Euro- ein stolzer Preis für ein sogenanntes „Einsteigermodell“. Angegeben ist der Wagen innerorts mit 11,2 Litern, außerorts mit 6,2. Bei sportlicher Fahrweise verbrauchten wir während unserer Testfahrt in der Stadt rund 19 Liter.

Wer sich mit dem Gas zurückhalten kann hat mit dem Cayman S sicherlich einen sehr sparsamen Porsche, der auch an der Zapfsäule noch Spaß macht. Allerdings in Anbetracht der Tatsache, dass dieser Wagen allein schon aufgrund seines mangelnden Platzes im Innenraum ein reines Spaßmobil ist, wird wohl kaum jemand auf diese Art des Fahrspaßes verzichten wollen. Zumal es sich bei diesem Auto um die Sportversion des Caymans handelt.

Fazit

Ein wirklich interessanter Testtag liegt hinter uns. Der Porsche Cayman S hat uns definitiv positiv überrascht und hat gezeigt, dass er nicht nur ein Einsteigermodell für Porsche-Fahrer ist, deren Geldbörse noch zu knapp für den 911er ist sondern, dass er eine richtige Sportskanone ist, die eben so viel Fahrspaß mit sich bringt wie der große Bruder.