Folge Auto im Test auf Facebook:

Der VW Touareg – ein Plus in Sportlichkeit und Ausstattung

8 Jahre nachdem die erste Generation des Touaregs auf den Markt kam, erschien 2010 die neue Version. Sie ist nicht mehr ganz so bullig wie die Vorgängerversion. Getestet wurde von uns die 340 PS, V8 Version mit TDI Motor. Volkswagen betont hier die sportlichen Züge des neuen Full-Size-SUV. Trotz längerem Radstand ist der neue Touareg 208 KG leichter als der Vorgänger und ist somit deutlich agiler.

Hochwertige Technik und edles Interieur sorgen bei den Insassen für einen angenehmen Aufenthalt

Als ich zusammen mit Redakteur John Mahlmann in den weißen Touareg einstieg, wehte uns bereits der Neuwagengeruch entgegen. Wir setzen uns auf die Ledersitze, die in verschiedenen Modi einstellbar sind und obendrein mit einer Belüftungsfunktion ausgestattet sind. Als erstes fällt uns auf, dass es im Inneren des Wagens besonders hell ist. Als wir nach oben gucken, blicken wir in den blauen Himmel hinein- der neue Touareg hat ein extra großes Panoramadach. Über einen Drehknopf lässt sich dieses öffnen, sodass die Sonnenstrahlen freie Bahn haben- schon fast ein bisschen Cabrio- Feeling. Beim Umschauen im Wageninneren, blicken wir auf ein wirklich ästhetisches Interieur. Das integrierte Navi hat einen sehr großen Bildschirm, welcher in schwarzem Klavierlack eingefasst ist. Die Knöpfe am Multifunktionslenkrad sind ebenso von Klavierlack umgeben- sehr edel. Auch den Automatikknüppel hat VW, im Vergleich zum Vorgängermodell, optisch aufgewertet. Angesichts dieser luxuriösen Interieurs, sind wir sehr positiv überrascht. Auch wenn mit VW imagemäßig nicht gerade eine hochwertige Ausstattung verbunden wird, hier werden dem Käufer einige Innovationen  für sein Geld geboten.

VW Toureg Innenraum

Für eine sportliche Fahrt brauchen wir auch den richtigen Sound. Also nehmen wir uns vor dem Start erst einmal das Multimediasystem vor. Ein Handy lässt sich mit dem Boardcomputer problemlos über Bluetooth verbinden. Auch hier überrascht uns Volkswagen, denn durch einen Klick auf den „Media“ Knopf, können wir auf die im Handy vorhandene Musikbibliothek zurückgreifen und über das Dynaudio- Soundsystem abspielen.  Mit einem kurzen Soundcheck prüften wir dieses. Das Ergebnis: Ein wirklich klarer Klang und auch bei sehr hoher Lautstärke werden die Bässe gut wiedergegeben und lassen das Wageninnere vibrieren.

Insgesamt ist das Interieur also sehr gelungen. Allerdings ist an den Türen und in der Mittelkonsole Plastik im Holz- Look verarbeitet worden, was beim Betrachten und insbesondere beim Anfassen natürlich spürbar ist. Hier wäre ein echtes Holzinterieur natürlich schöner gewesen und hätte auch besser zum edlen Rest des Wageninneren gepasst. Auch ist uns negativ aufgefallen, dass am vorderen Teil des Sitzes keine manuell einstellbare Sitzverlängerung vorhanden ist. Somit gestaltet es sich für Fahrer mit längeren Beinen auf die Dauer etwas ungemütlich.

Im Sportmodus durch die Hamburger Innenstadt

VW Toureg Frontansicht

Beim Anlassen des Wagen wartet dann die Überraschung auf uns: Der Wagen lässt sich auch starten, ohne dass der Schlüssel in der Zündung steckt. Hier koppelt sich der edle, in schwarzen Klavierlack gefasste Schlüssel, über Bluetooth mit dem innovativen Multimediasystem. Durch einen Druck auf den Starknopf lässt der Wagen seinen Motor an. Nachdem wir den Wagen warm gefahren haben können wir es nicht mehr abwarten. Wir stellen den Sportmodus ein und wählen auch für unsere Sitze die Sporteinstellung. Das höhenverstellbare Fahrwerk fahren wir so tief es geht.

Als die Ampel auf Grün sprang setzt John mit einem Kick-down die 8 Zylinder in Gang. Trotz des Dieselmotors dringt hierbei ein guter Sound auf die Straße. Die 340 Pferdestärken drücken uns in die Sitze und sorgen für einen schnellen Abgang. An diesem Freitagnachmittag ist die Innenstadt leer und wir können den Wagen hart rannehmen und seine Grenzen austesten. Den 0 auf 100 Sprint schafft der sportliche SUV in gerademal 5.8 Sekunden. Das spürt man auch, denn trotz seines Gewichtes fühlt es sich an, als würde man sich in einem Zweisitzigen Sportcoupé befinden. Der Wagen ist sehr agil und ist stets bereit auf Befehl nach vorne zu preschen. Auch in Kurven ist er sehr gut händelbar und liegt gut auf der Straße. Der Wind weht über das weitgeöffnete Panoramadach hinweg, die Sonne scheint uns ins Gesicht- ein unglaublich tolles Fahrgefühl!

Als wir nach einer sportlichen Fahrt quer durch die Hamburger Innenstadt die Hafencity erreichen, sehen wir, welchen Preis eine so sportliche Fahrweise hat. Der Verbrauch wird uns mit 30 Liter auf 100 Km angezeigt- unglaublich!

Parktronic mit 4 Kameras macht das Einparken sehr komfortabel

Nachdem wir einige schöne Bilder in der Hafencity gemacht haben, fuhren wir wieder in die Innenstadt für ein spätes Mittagessen. Als wir eine geeignete Parklücke direkt vor dem gewählten Restaurant gefunden hatten, überraschte Volkswagen uns abermals mit einer extrem ausgereiften Technik. Das Einparken wird über den Hauptbildschirm mit 4 Kameras überwacht. Eine Kamera befindet sich am Heck, jeweils eine auf jeder Seite und eine an der Front. Zwischen den Kameras kann über den Touchscreen gewechselt werden. Somit kommt der Fahrer auch in enge Parklücken gefahrenlos hinein.

Sportlich und praktisch zugleich

VW Toureg Armatur

Der neue Touareg hat neben seiner Sportlichkeit auch eine sehr praktische Seite. Ein großer Kofferraum mit großer Ladefläche macht den Transport von großen Gegenständen möglich. Auch ist die Rückbank sehr komfortabel und bietet Platz für mehrere Insassen. Der Touareg, insbesondere die 340 PS- und V8- Version, ist also durchaus geeignet, um im Sportmodus die Straßen unsicher zu machen. Ebenso gut eignet sich der Wagen aber auch für einen Familienausflug- wenn es mal ein bisschen sportlicher zugehen darf. Alles in allem ein wirklich schöner SUV, der sich im Vergleich zum Vorgängermodell erheblich verbessert hat. Das Plus in Sportlichkeit steht ihm gut und bereitet Freude beim Fahren. Wir sind positiv überrascht!